Baden-Württemberg sollte im kommenden Jahrzehnt vor allem auf Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz setzen. Laut einem neuen Gutachten der Unternehmensberatung McKinsey und des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) birgt dieser Sektor mit geschätzten 30 bis 45 Mrd. € Zuwachs der jährlichen Wertschöpfung bis 2020 die größten Wachstumschancen für das Land. Speziell für die Wasserwirtschaft identifizieren die vom Land beauftragten Gutachter zwei Wachstumsfelder: Umweltfreundliche Gewinnung, Verteilung und Entsorgung von Wasser sowie Steigerung der Effizienz bei der Wassernutzung. Die Ende Juli von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) in Stuttgart vorgelegte Studie geht davon aus, dass Baden-Württemberg seine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von derzeit 1,4 Prozent durch eine gezielte Förderung der vier Schwerpunktthemen Umwelt, Mobilität, Gesundheit und IT verdoppeln könnte. Bis zum Jahr 2020 sei so eine zusätzliche jährliche Bruttowertschöpfung von etwa 50 Mrd. bis 80 Mrd. € möglich. Den Gutachtern zufolge verfügt Baden-Württemberg als Wirtschafts- und Technologiestandort derzeit über eine herausragende Ausgangssituation und belegt in einer Vergleichsgruppe von 13 wachstumsstarken Regionen Platz fünf. Das Land müsse sich aber anstrengen, um diese zu behalten.
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