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Eawag-Forscher entwickeln neues Verfahren zur Bromat-Reduzierung bei der Ozonung

Eawag-Forscher entwickeln neues Verfahren zur Bromat-Reduzierung bei der Ozonung
Bildquelle: Andres Jordi, Eawag
11.05.2017 − 

Forscher der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich die Bromatbildung während der Ozonung zur Elimination von Mikroverunreinigungen stark reduzieren lässt. Dies geschehe, wenn Ozon dem Wasser über eine Teflonmembran in kleinen Dosen zugegeben wird, teilte die Eawag mit. Das Verfahren sei unter dem Namen „Membro3X“ bereits zum Patent angemeldet.

Bromat ist potenziell krebserregend und kann bei der Ozonung entstehen, wenn das zu reinigende Wasser mit Bromid verschmutzt ist (EUWID 45.2016). Der Toleranzwert für Trinkwasser liege in der Schweiz bei zehn Mikrogramm pro Liter. Im Schweizer Trinkwasser sei der Bromidgehalt oft niedrig. Im Abwasser könnten dagegen erhebliche Bromidkonzentrationen auftreten, wenn sich im Einzugsgebiet Chemiebetriebe oder Kehrrichtverbrennungsanlagen befinden, erläuterte das Institut die Problematik.

Das neu entwickelte Ozonungsverfahren basiert laut Eawag auf dem sogenannten Peroxone-Prozess. „Hält man die Ozonkonzentration im Wasser tief, kann man die Bromatbildung reduzieren“, sagte Urs von Gunten von der Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser, der das Projekt leitet. Dies wird laut von Gunten erreicht, indem man das Ozon auf möglichst geringe Portionen verteilt zugibt, so dass es sich rasch in Hydroxylradikale umwandelt. Eine Zugabe von Wasserstoffperoxid beschleunige den Umwandlungsprozess von Ozon zusätzlich und unterbinde die Bildung von Vorläufersubstanzen des Bromats.

In einem ersten Schritt wurde die Ozondosierung verbessert, indem das Gas dem Wasser über Einspritzventile zugegeben wurde, berichtete die Eawag weiter. „Dadurch konnte die Bromatbildung gegenüber dem herkömmlichen Peroxone-Prozess zwar weiter reduziert werden“, so von Gunten. „Doch weil man nur verhältnismäßig wenige Ventile einsetzen kann, ist der Effekt beschränkt.“ Schließlich seien die Wissenschaftler auf die Idee gekommen, das Ozon über eine Membran einzuspeisen. „Über die Membranporen lässt sich die Ozonzugabe sehr fein dosieren, und es stehen praktisch unendlich viele Einspritzpunkte zur Verfügung“, sagte der Chemiker.

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