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Fast ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser

Fast ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
Bildquelle: Fotolia
14.07.2017 − 

Etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung oder 2,1 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu zuverlässig sauberem Trinkwasser zu Hause. 60 Prozent oder 4,5 Milliarden haben keinen Zugang zu sicheren Sanitäranlagen und einer geordneten Abwasserentsorgung. Das geht aus einem neuen Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem UN-Kinderhilfswerk Unicef hervor. Vor allem in ländlichen Gebieten sei die Wasser- und Sanitärversorgung schlecht, heißt es im Bericht „Progress on drinking water, sanitation and hygiene“, den die WHO aktuell veröffentlicht hat. Der Bericht nimmt eine erste globale Bewertung „sicher gemanagter“ Wasser- und Abwasserdienstleistungen vor.

„Sauberes Wasser, Abwasserentsorgung und Hygiene sollten kein Privileg für Reiche und Menschen in städtischen Ballungszentren sein“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Diese gehörten zu den grundlegendsten Voraussetzungen für die menschliche Gesundheit. „Alle Staaten haben die Pflicht, dafür zu sorgen, dass jeder darauf zugreifen kann. Zwar hätten seit dem Jahr 2000 Milliarden Menschen Zugang zu grundlegenden Trink- und Abwasserdienstleistungen erhalten. Diese seien aber nicht unbedingt sicher. In vielen Haushalten, Gesundheitseinrichtungen und Schulen fehlten noch Seife und Wasser zum Händewaschen. Damit seien vor allem Kleinkinder Krankheiten wie Durchfall ausgesetzt.

In der Folge stürben jedes Jahr 361.000 Kinder unter fünf Jahren wegen Durchfall, machte die WHO deutlich. Schlechte Hygiene und verunreinigtes Wasser seien auch mit der Übertragung von Krankheiten wie Cholera, Ruhr, Hepatitis A und Typhus verbunden. „Eine sichere Wasserversorgung, eine effektive Abwasserentsorgung sowie Hygiene sind entscheidend für die Gesundheit jedes Kindes und jeder Gemeinschaft - und sind daher wesentlich für den Aufbau stärkerer, gesünderer und gerechterer Gesellschaften“, sagte UNICEF-Direktor Anthony Lake. „Indem wir diese in den am meisten benachteiligten Regionen und für die am meisten benachteiligten Kinder verbessern, geben wir ihnen eine bessere Chance auf eine bessere Zukunft.“

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