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Fraunhofer IAIS gründet Verein zum Schutz kritischer Infrastrukturen

Fraunhofer IAIS gründet Verein zum Schutz kritischer Infrastrukturen
Bildquelle: pixelio.de/Antje Delater
07.04.2017 − 

Das Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) hat zusammen mit Konsortialpartnern den „2E!SAC – Verein zur Verbesserung der Resilienz vitaler Infrastrukturen in Europa e.V.“ gegründet. Er soll Schutzkonzepte kritischer Infrastrukturen (KRITIS) für den Katastrophenfall verbessern, gab das Fraunhofer IAIS bekannt.

Der Verein diene dem Zweck des nachhaltigen Forschungstransfers. So wollen die derzeit noch neun Gründungsmitglieder die Voraussetzungen zur Einrichtung eines europäischen Zentrums zur Krisenprävention schaffen. Die Schutzkonzepte zur Prävention müssten ständig an technische, politische und wirtschaftliche Änderungen angepasst werden. Eine funktionierende europaweite Zusammenarbeit von Rettungsdiensten, Feuerwehr, Behörden und KRITIS-Betreiber sei von höchster Relevanz, unterstreicht das Institut.

Das Fraunhofer IAIS forscht nach eigenen Angaben seit mehr als zehn Jahren im Bereich „Schutz kritischer Infrastrukturen“ und hat in mehreren nationalen und EU-Forschungsprojekten unter anderem ein Entscheidungssystem für KRITIS-Betreiber und ein Trainingssystem für Krisenstäbe im Zivilschutz entwickelt. In dem im EU-Projekt CIPRNet entwickelten CIPRTrainer simulieren die Wissenschaftler zum Beispiel eine Cyberattacke auf das Stellwerk der Bahn oder Überflutungen im deutsch-holländischen Grenzgebiet. In What-if-Analysen spielen die Trainees in Viererteams alternative Handlungsszenarien durch. Die Konsequenzen ihrer Maßnahmen sehen sie in einer Simulation auf der Basis realer Geodaten auf dem Bildschirm.

Von solchen ausgefeilten und an die Realität angepassten Trainingssystemen könnten in Zukunft Anwender wie Polizei, Feuerwehr, KRITIS-Betreiber sowie Behörden profitieren, erklärte das Institut. In einer Machbarkeitsstudie hätten die Forscher aufgezeigt, wie ein europäisches Zentrum zur Krisenprävention umgesetzt werden könne. „European Infrastructures Simulation and Analysis Centre“ – kurz EISAC – werde es heißen. Mittels Knotenpunkten in den beteiligten EU-Ländern vernetzen sich die Einrichtungen untereinander. Langfristig sollen den Anwendern damit Simulationen, Analysen, Training und Dienstleistungen der Forschungspartner umfassend zur Verfügung stehen. Die Tools und Technologien werden länderspezifisch angepasst und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefördert, so das Institut. In Italien stehe die Gründung des ersten Knotens an.

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