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Bayerische Umweltministerin kündigt Intensivierung der Mikroplastik-Forschung an

Bayerische Umweltministerin kündigt Intensivierung der Mikroplastik-Forschung an
Bildquelle: Fotolia
17.05.2017 − 

Bayern bleibt bei der Erforschung von Mikroplastik in der Umwelt weiter die treibende Kraft in Deutschland. Das betonte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) in München. „Jedes Plastikteilchen in der Umwelt ist eines zu viel“, sagte sie und kündigte an, die Forschung zu möglichen Umwelt- und Gesundheitsgefahren durch Mikroplastik in den kommenden Jahren zu intensivieren.

Sekundäres Mikroplastik stellt nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums die Haupteintragsquelle in die Umwelt dar. Dieses entstehe überwiegend aus unsachgemäß entsorgtem Plastikmüll, der unter anderem durch Verwitterung und UV-Strahlung in immer kleinere Einzelteile zerfällt, die dann vom Wind in die Gewässer geweht werden.

Untersuchungen in Bayern hätten gezeigt, dass Mikroplastik auch in heimischen Gewässern vorkommt, hieß es weiter. An den bisher untersuchten Gewässern Altmühl, Inn, Isar und Donau sei dabei eine geringe bis mittlere Belastung mit Mikroplastikpartikeln in einer Größenordnung von unter fünf Millimetern nachgewiesen worden. Eine aktuelle Auswertung zeige, dass sich auch noch kleinere Mikroplastikpartikel mit einer Größe von unter einem Millimeter im Oberflächenwasser nachweisen lassen. Sie stellen sogar den Hauptanteil an Mikroplastik im Wasser dar, so das Ministerium.

Dementsprechend vielfältige Ansätze seien erforderlich, um den Eintrag von Plastikmüll in die Umwelt zu stoppen. „Wir setzen auf ein großes Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. Information und Aufklärung spielen dabei eine zentrale Rolle“, sagte Scharf. Es sei wichtig, die Bemühungen auf das gesamte Bundesgebiet auszuweiten.

Laut bayerischem Umweltministerium ist die Untersuchung von Gewässerproben auf besonders kleine Mikroplastikpartikel in anderen Bundesländern noch nicht vollständig abgeschlossen. Deshalb sei ein direkter Vergleich derzeit noch nicht möglich. Die Auswertung zeige jedoch, dass Muscheln die besonders kleinen Mikroplastikpartikel aufnehmen und im Körper anreichern können. In reinem Wasser würden die Partikel aber auch wieder abgegeben.

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