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Brandenburg: Nitratgrenzwert an 26 Prozent der Messstellen überschritten

Brandenburg: Nitratgrenzwert an 26 Prozent der Messstellen überschritten
Bildquelle: fotolia
11.07.2017 − 

„Brandenburg hat ein Nitrat-Problem, jede vierte Grundwassermessstelle liegt über dem Trinkwasser-Grenzwert“ – diese Feststellung hat Benjamin Raschke, der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag in Potsdam, vor dem Hintergrund der Antwort der Landesregierung auf eine mündliche Anfrage der Fraktion getroffen. Das Wasser an diesen Messtellen könne ohne teure Aufbereitung nicht mehr für die Trinkwassergewinnung genutzt werden, sagte Raschke.

Die Konzentration von 50 mg Nitrat pro Liter (mg/l) wird in Brandenburg an 15 Grundwassermessstellen und damit an etwa 26 Prozent der Messstellen überschritten, heißt es in der Antwort von Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD). An 11 von diesen 15 Messstellen dominiert eindeutig die landwirtschaftliche Bodennutzung. Um die Ursachen der erhöhten Nitratkonzentrationen zu klären, wird der Antwort zufolge ein Untersuchungsauftrag vergeben. In diesem Rahmen sollten Daten zur Grundwasserbeschaffenheit und zur landwirtschaftlichen Nutzung für diese 11 Messstellen detailliert ausgewertet werden.

Raschke begrüßte es, dass nun zumindest weitere Untersuchungen folgen sollten. Grundsätzlich sei aber eine Kehrtwende hin zu einer deutlich umweltverträglicheren Landwirtschaft und strengeren Kontrollen erforderlich. Sandige Böden, wie sie in Brandenburg vorherrschen, könnten Nährstoffe besonders schlecht speichern, sagte der Abgeordnete.

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