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BUND fordert anlässlich des Mangels in Südhessen verstärktes Wassersparen


Bildquelle: HLUG
12.04.2017 − 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat anlässlich des Wassermangels insbesondere in Südhessen mehr Anstrengungen zum Wassersparen gefordert. „Wassersparen ist angesichts des Klimawandels in Hessen das Gebot der Stunde“, sagte BUND-Vorstandssprecher Guido Carl gestern. Vordringlich ist nach Meinung des BUND der Kampf gegen die Leitungsverluste auf dem Weg von den Trinkwasserbrunnen zu den Endverbrauchern in den Städten und Gemeinden sowie die Senkung des durchschnittlichen Wasserbedarfs.

Wenn der Bodenspeicher in den nächsten Wochen nicht durch umfangreiche Niederschläge aufgefüllt werde, dann werde es in diesem Sommer zu einem deutlichen Schadensanstieg kommen, sagte Carl. Es droht ein Waldsterben durch Trockenheit. Der BUND erneuerte in dem Zusammenhang seine Forderung nach einer Aufspiegelung des Grundwassers zur Rettung des Waldes im Hessischen Ried, wie sie der Runde Tisch „Grundwassersanierung“ empfohlen habe. Rein waldbauliche Maßnahmen werden den Wald im Ried nach Auffassung des BUND nicht retten.

Eine Erhöhung der Fördermengen aus dem Grundwasser, wie sie von den Wasserversorgern gefordert wird, sei mit dem Schutz des Waldes nicht vereinbar und auch wasserwirtschaftlich nicht zielführend, so der Umweltverband. Der BUND verweist auf Angaben des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLUG), nach denen die Grundwasserneubildung in Hessen seit vielen Jahren rückläufig sei. Statt die Ressource Grundwasser immer weiter auszubeuten, sollte Hessen sich nach Ansicht des BUND verstärkt um eine Trinkwasserversorgung durch Uferfiltrat aus den großen Flüssen bemühen. Für das Ballungsgebiet Rhein-Main böten sich hier der Rhein und der Main geradezu an. Mit dieser Ergänzung zur bisherigen Versorgungsstruktur könnte Südhessen sein Wasserproblem selbst lösen, statt es nach Mittelhessen in den Vogelsberg und den Burgwald zu exportieren.

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