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Land Mecklenburg-Vorpommern startet Kommunikationsoffensive „Mein Wasser MV“

Land Mecklenburg-Vorpommern startet Kommunikationsoffensive „Mein Wasser MV“
Bildquelle: Umweltministerium MV
12.07.2017 − 

Das Umweltministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat eine neue Kommunikationsoffensive zum Thema Wasser gestartet. Mit „Mein Wasser MV“ wolle das Land langfristig auf die Bedeutung des Gewässerschutzes und andere Themen der Wasserwirtschaft aufmerksam machen, teilte das Ministerium mit. Umweltminister Till Backhaus (SPD) stellte die Kampagne anlässlich des Europäischen Flussbadetag „Big Jump“ in Stolpe an der Peene vor.

Der Fokus der Kampagne liege auf unterschiedlichen Themen der Wasserwirtschaft wie beispielsweise Abwasserentsorgung, Grundwasserschutz sowie Hochwasser- und Küstenschutz. Zunächst soll der Gewässerschutz und die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ins Visier genommen werden, erklärte das Ministerium.

„Die Verbesserung der Gewässergüte und der Lebensräume in und am Gewässer ist eine lohnende Investition in die Zukunft“, sagte Backhaus. Naturnahe Gewässer besäßen eine hohe Selbstreinigungskraft, bereicherten die Artenvielfalt, verschönerten das Landschaftsbild, dienten der Naherholung und dem Tourismus und könnten auch zum Hochwasserschutz beitragen.

Allerdings seien die Fließgewässer über Jahrzehnte systematisch begradigt, eingeengt und vertieft worden. Vielen von ihnen fehlten die natürliche Struktur und damit die gewässertypischen Lebensräume, die für den Artenreichtum unabdingbar sind. Diese sollen für die im Wasser lebenden Tiere und Pflanzen wieder hergerichtet werden. Hierzu sind nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums über 1.500 Maßnahmen im Bereich der Strukturverbesserung, der Durchgängigkeit und der Gewässerunterhaltung geplant.

Den Gemeinden komme bei dieser Aufgabe eine besondere Bedeutung zu, da sie für 85 Prozent der WRRL-berichtspflichtigen Gewässer zuständig seien. „Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass sich viele Kommunen dieser Aufgabe gar nicht bewusst sind. Das wollen wir ändern, indem wir informieren und ganz konkret Unterstützung anbieten“, betonte Backhaus.

Gemeinden könnten für die Umsetzung der WRRL eine 90- Prozent-Förderung vom Land erhalten – sowohl für investive als auch konzeptionelle Maßnahmen. In der aktuellen ELER-Förderperiode stünden für die naturnahe Gewässerentwicklung 60 Mio. Euro zur Verfügung. Auch für die Flächenbereitstellung und Vergabeverfahren gebe es Fördermittel und Hilfsangebote.

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