|  

Trinkwasser-Leitfaden: Wasser muss auf radioaktive Stoffe untersucht werden

Trinkwasser-Leitfaden: Wasser muss auf radioaktive Stoffe untersucht werden
Bildquelle: Fotolia
15.02.2017 − 

Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat den aktualisierten Trinkwasser-Leitfaden veröffentlicht, der Vorgaben zum Umgang mit radioaktiven Stoffen im Trinkwasser macht. Das gab das Ministerium am Dienstag in Berlin bekannt. Das Trinkwasser in Deutschland sei  gut geschützt und weise im Durchschnitt eine sehr geringe Strahlenbelastung auf, so dass Gesundheitsgefährdungen grundsätzlich ausgeschlossen werden können. Dennoch müsse das Trinkwasser regelmäßig auf radioaktive Stoffe untersucht werden.

Die Neuauflage des „Leitfadens zur Untersuchung und Bewertung von radioaktiven Stoffen im Trinkwasser bei der Umsetzung der Trinkwasserverordnung“ wurde durch die Änderung der Trinkwasserverordnung notwendig, so das Ministerium. Hier seien Anforderungen an den Schutz der Bevölkerung hinsichtlich radioaktiver Stoffe im Trinkwasser festgelegt worden.

Bis zum Jahr 2019 müssen nun die zentralen Wasserwerke den Angaben zufolge das Trinkwasser erstmals nach einem bundesweit harmonisierten Verfahren untersuchen. Das gibt die Änderung der Trinkwasserverordnung vor, die im November 2015 in Kraft getreten ist. Zur Umsetzung habe das BMUB nun den Untersuchungsleitfaden neu aufgelegt. Dieser sei eine Handlungsempfehlung für die Wasserversorgungsunternehmen und die Vollzugsbehörden.

Die Handreichung enthalte einheitliche Vorgaben für die Überwachung der Radioaktivitätsparameter sowie Handlungsempfehlungen bei der Überschreitung von Parameterwerten im Trinkwasser. Die Untersuchungspflicht gelte grundsätzlich nur für „zentrale Wasserwerke“, sogenannte a-Anlagen, um unverhältnismäßig großen Aufwand für kleine Betriebe zu vermeiden.

Der Leitfaden wurde laut Ministerium von den zuständigen Behörden von Bund und Ländern zusammen mit Experten der Wasserverbände erarbeitet. Die flächendeckende Anwendung des Leitfadens werde vom BMUB, dem Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesamt für Strahlenschutz, dem Umweltbundesamt (UBA), den zuständigen Landesbehörden sowie dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unterstützt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 8.2017 von EUWID Wasser und Abwasser, die am 21. Februar 2017 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Kabinett beschließt Reform der Düngeverordnung

BUND kündigt Klage gegen Verpressungserlaubnis für K+S-Abwässer an  − vor