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Alte Emscher in Duisburg jetzt offiziell ein Fischereigewässer

Alte Emscher in Duisburg jetzt offiziell ein Fischereigewässer
Bildquelle: Emschergenossenschaft
30.09.2016 − 

Die Alte Emscher in Duisburg ist jetzt offiziell ein Fischereigewässer. Das gab die Emschergenossenschaft bekannt, die mit dem Rheinischen Fischereiverband einen Pachtvertrag für den vier Kilometer langen Gewässerabschnitt im Landschaftspark Duisburg-Nord geschlossen hat. Durch die naturnahe Umgestaltung der Alten Emscher habe sich die Ökologie hervorragend entwickelt. So wurden unter anderem Welse und Hechte gesichtet, teilte die Emschergenossenschaft in Essen mit.

„Während man hier früher beobachten konnte, was über die Toilette oder Industrieabläufe auf die Reise geschickt wurde, sind es heute Wasservögel, Libellen und Fische“, erklärte Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. Die „neue“ Alte Emscher biete als „Kiesgeprägtes Fließgewässer“ wieder zahlreichen Tier- und Pflanzenarten geeigneten Lebensraum. Insgesamt 188 Millionen Euro seien in den Bau von 14 Kilometern neuer unterirdischer Abwasserkanäle sowie in die Renaturierung von zehn Kilometern investiert worden.

Hervorzuheben sei die Unterwasservegetation, die in regelmäßigen Abständen von der ortsansässigen Biologischen Station untersucht wird. So konnten allein acht Arten der in der Roten Liste für das Ruhrgebiet geführten Wasserpflanzen gefunden werden, berichtete die Emschergenossenschaft. Darüber hinaus wurden rund 30 Libellenarten an dem Gewässer beobachtet, wovon viele bodenständig seien. Auch die Anwesenheit von fünf Amphibienarten zeige, dass sich die „Alte Emscher“ als wertvolles Biotop inmitten des städtischen Umfelds entwickelt hat.

Weiter teilte die Emschergenossenschaft mit, dass beim Fisch-Monitoring im vergangenen Jahr 13 Fischarten nachgewiesen werden konnten, darunter Flussbarsch, Sonnenbarsch, Rotfeder, Karpfen, Stichling, Döbel, Rotauge, Wels und Hecht. Nicht alle Fische gehörten jedoch in das Gewässer. Vor allem der hohe, vermutlich von Menschenhand eingebrachte Raubfischbestand führe dazu, dass vermehrt Entenküken „verschwinden“. Auch einige nicht heimische Arten wie Grundel und Sonnenbarsch deuteten auf einen ungelenkten menschlichen Einfluss hin. Damit die Alte Emscher befischt wird, sei der Pachtvertrag geschlossen worden.

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