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Baden-Württemberg: 341 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen im Jahr 2015

Baden-Württemberg: 341 Unfälle mit
Bildquelle: LUBW
23.09.2016 − 

In Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr 341 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen registriert worden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom Dienstag war 2015 wie in den Vorjahren vor allem die Beförderung wassergefährdender  Stoffe mit Risiken für die Umwelt verbunden: Mit 239 Vorfällen seien gut zwei Drittel der Unfälle auf die Beförderung entfallen, wobei sich der Straßenverkehr mit 227 Fällen als Schwerpunkt gezeigt habe.

Unfälle im Bahn- und Schiffsverkehr traten dagegen nach Angaben der Behörde sehr selten auf. Im Jahr 2015 ereignete sich an der Jagst der den Angaben zufolge schwerwiegendste Unfall mit Folgen für ein Gewässer in Baden-Württemberg der jüngeren Vergangenheit.

Mit 102 Fällen ging knapp ein Drittel der Schadensfälle auf einen unsachgemäßen Umgang mit wassergefährdenden Stoffen bei deren Herstellung, Gebrauch, Abfüllung oder Lagerung zurück. Beim Umgang als auch bei der Beförderung seien menschliches Fehlverhalten oder Materialmängel die hauptsächlichen Unfallursachen gewesen.

Die Unfallfolgen beschränkten sich dem Landesamt zufolge zumeist auf die Verunreinigung einer befestigten Fläche oder des Erdreichs. Die getroffenen Sofort- und Folgemaßnahmen, wie das Aufbringen von Bindemitteln oder Erdaushub, hätten hier die Abschwemmung des Schadstoffes in die öffentliche Kanalisation oder in ein Oberflächengewässer bzw. das Versickern in den Grundwasserleiter verhindern können. Bei jeweils rund 70 Unfällen kam es den Angaben zufolge aber zu einer Verunreinigung der öffentlichen Kanalisation - wobei 45 Fälle auf die Beförderung von und 26 Fälle auf den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen entfielen-, bzw. eines Oberflächengewässers oder des Grundwassers (Beförderung: 31, Umgang: 35).

Vom schwerwiegendsten Unfall im Land in der jüngeren Vergangenheit war die Jagst betroffen, stellt das Statistische Landesamt fest. Nach einem Mühlenbrand in Kirchberg im Landkreis Schwäbisch Hall war im August 2015 ammoniumnitrathaltiges Düngemittel mit dem Löschwasser in die Jagst geflossen und hatte ein massives Fischsterben ausgelöst (EUWID 36.2015). Zur Schadensbegrenzung wurden den Angaben zufolge Maßnahmen wie die Belüftung der Jagst mit Pumpen, die Errichtung von Wehren zur Abriegelung angrenzender Biotope oder der Aufstau des Neckars ergriffen.

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