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Neue DFG-Forschergruppe untersucht Extremhochwasser

Neue DFG-Forschergruppe untersucht Extremhochwasser
Bildquelle: dag/pixelio.de
19.12.2016 − 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Projekt „Space-Time Dynamics of Extreme Floods (Spate)“ bewilligt, das die Ursache und Vorhersage extremer Hochwasser untersucht. Hierzu stellt die DFG 2,2 Mio. Euro für drei Jahre bereit, teilte die Ruhr-Universität Bochum (RUB) mit. Weitere 400.000 Euro steuere der österreichische Wissenschaftsfonds bei. Das Projekt soll Mitte 2017 beginnen. Sprecher der neuen Forschergruppe ist RUB-Professor Andreas Schumann.

„Extreme Hochwasser sind in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland gehäuft aufgetreten“, erklärte Schumann, der Leiter des Bochumer Lehrstuhls für Hydrologie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik ist. Seine Kollegen und er analysieren in sechs großen Flussgebieten in Deutschland und Österreich, welche Bedingungen seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu besonders starken Hochwassern geführt haben.

Das Team berücksichtige zum Beispiel extreme Großwetterlagen und den Einfluss der Alpen, führte die Hochschule näher aus. Auch die sich anhäufenden Effekte vieler lokaler Eingriffe in die Gewässer durch Baumaßnahmen kalkulieren die Forscher ein. Im Vergleich zu normalen Hochwasserereignissen wollen sie herausfinden, welche Kombinationen von Einflussfaktoren für extreme Überschwemmungen verantwortlich sind.

Die Erkenntnisse fließen in Computersimulationen und stochastische Modelle ein, hieß es weiter. Diese spiegelten zum einen wider, welche Kombinationen natürlicher Bedingungen in der Atmosphäre und im Flussgebiet besonders risikoträchtig sind. Zum anderen reflektierten sie den Einfluss des Menschen und die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Faktoren. Die Modelle sollen ermöglichen, das Risiko für künftige Hochwasser und deren Stärke besser zu beurteilen.

Das Bochumer Team kooperiert den Angaben zufolge mit Kollegen der Universitäten in Hannover, Stuttgart und Frankfurt am Main, der Technischen Universität Wien sowie dem Geoforschungszentrum in Potsdam und dem Umweltforschungszentrum in Halle. Dabei arbeiten Wissenschaftler aus den Fachbereichen Hydrologie, Meteorologie, Wasserbau, Statistik, Agrarwissenschaften und Umweltgeschichte zusammen.

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