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Niedrigwasser in Baden-Württemberg könnte sich auf Grundwasserstände im Sommer auswirken

Niedrigwasser in Baden-Württemberg könnte sich auf Grundwasserstände im Sommer auswirken
Bildquelle: Fotolia
13.01.2017 − 

Die derzeitige Niedrigwassersituation in Baden-Württemberg hat möglicherweise Auswirkungen auf die Grundwasserstände im Sommer. Darauf hat die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hingewiesen. „In den vergangenen 30 Jahren hatten wir zum Jahreswechsel keine vergleichbare landesweit ausgeprägte Niedrigwassersituation für das Grundwasser“, sagte LUBW-Präsidentin Margareta Barth. Die Tendenz bei den Grundwasserständen und Quellschüttungen sei nach wie vor rückläufig. Vor diesem Hintergrund sei die aktuelle Situation als außergewöhnlich und kritisch einzustufen.

Zwar stelle sich um den Jahreswechsel an zahlreichen Grundwassermessstellen bisweilen Niedrigwasser ein, erklärte Barth. In der Vergangenheit sei allerdings vielerorts aufgrund der Wetterlage meist eine Trendumkehr erkennbar gewesen, wie beispielsweise bei den Jahreswechseln 1991/92, 2003/04 und 2015/16. Diese Entwicklung zeichne sich momentan jedoch nicht ab.

„Grundwasser hat ein langes Gedächtnis“, erklärte die Behörde. Ausgeprägte Niedrigwasserperioden könnten über viele Monate bis hin zu einigen Jahren Spuren hinterlassen. Es sei daher nicht auszuschließen, dass bei weiterhin unterdurchschnittlichen Niederschlägen der quantitative Grundwasserzustand möglicherweise bis weit in das Jahr 2017 hinein kritisch bleibt.

Ist bis zum Frühjahr kein Grundwasseranstieg zu verzeichnen, müssen Bereiche, die vornehmlich durch kleine Quellen mit kleinen Einzugsgebieten versorgt werden und nicht an Fernwasserversorgungsnetze angeschlossen sind, mit beträchtlichen Versorgungsschwierigkeiten ab diesem Sommer rechnen, warnt die LUBW. Dies betreffe voraussichtlich vor allem Bereiche, die bereits im sehr heißen Sommer 2015 davon betroffen waren. Als Beispiel nennt die Behörde Streusiedlungen und Einzelgehöfte im Hochschwarzwald sowie teilweise auf der Schwäbischen Alb und im Kraichgau.

In Baden-Württemberg habe es im vergangenen Jahr von Juli bis einschließlich Oktober deutliche Niederschlagdefizite gegeben, ruft die LUBW in Erinnerung. Je nach Monat seien nur zwischen 56 und 77 des durchschnittlichen Niederschlags gefallen. In den ersten drei Novemberwochen 2016 habe die Niederschlagsmenge im Rahmen gelegen. „Seitdem ist die Witterung jedoch außergewöhnlich trocken“, stellt die Behörde fest.

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