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Fracking: Europäische Regelung gewünscht

EU-Komission stellt Ergebnisse der Fracking-Konsultation vor
Bildquelle: EU-Kommission
13.06.2013 − 

 

Die Förderung von unkonventionellen Gasvorkommen in Europa sollte EU-weit rechtlich geregelt werden. Dafür hat sich eine Mehrheit von Bürgern, Verbänden und anderen Stakeholdern in einer Konsultation der EU-Kommission zum Thema Fracking ausgesprochen.

Die Kommission stellte die Ergebnisse der Konsultation, die bis Ende März lief, in der vergangen Woche in Brüssel vor. Von nahezu 23.000 Beiträgen stammte fast die Hälfte aus Polen; Deutschland belegte mit 917 Antworten Platz 5.

Insgesamt, so fasst die Kommission zusammen, gingen die Meinungen zur künftigen Förderung von Schiefergasvorkommen in Europa je nach Herkunftsland der Konsultationsteilnehmer weit auseinander. Während sich über 50 Prozent der Antwortenden aus Polen und immerhin noch die Hälfte derjenigen aus Slowenien vorbehaltlos für Fracking aussprechen, sind die Gegner dieser Technologie vor allem in Spanien, Irland, Österreich, Schweden und Frankreich zu finden. 80 Prozent und mehr der Antwortenden aus diesen Ländern wollen Fracking in Europa ganz verbieten, eine weitere Mehrheit der restlichen Beiträge die Entwicklung nur unter strengen Gesundheits- und Umweltauflagen zulassen.

Für ein Verbot sind außerdem alle Konsultationsteilnehmer aus Estland, Griechenland und Lettland; allerdings ist ihre Zahl sehr gering. Die Stakeholder aus Deutschland sind auch mehrheitlich gegen Fracking oder wollen die unkonventionelle Gasförderung nur dann ermöglichen, wenn entsprechende Auflagen gegen Gesundheits- und Umweltgefahren eingeführt werden. Nur gut zehn Prozent wollen, dass die Schiefergasförderung in Europa auf jeden Fall vorangetrieben wird.

Der vollständige Bericht erscheint in Ausgabe 25/2013 von EUWID Wasser und Abwasser.
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