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VKU: Verursacherprinzip von grundlegender Bedeutung für die Zukunft der Wasserwirtschaft

VKU: Verursacherprinzip von grundlegender Bedeutung für die Zukunft der Wasserwirtschaft
Bildquelle: VKU
18.07.2017 − 

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) geht für die kommenden Jahre von nochmals deutlich steigenden Infrastrukturausgaben für die Wasserver- und Abwasserentsorgung in vielen Regionen aus. Veränderte Rahmenbedingungen wie demografische und klimatische Veränderungen, zunehmende Nutzungskonkurren­zen, neue Anforderungen für die Abwasserentsorgung und ein verändertes Wassergebrauchsverhalten werden die Unternehmen der Wasserwirtschaft und der Abwasserentsorgung in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Von grundlegender Bedeutung sei es dabei, das Verursacherprinzip stärker in den Blick zu nehmen, heißt es in den Positionen der kommunalen Wasser- und Abwasserwirtschaft zur Bundestagswahl 2017, die der Verband am Freitag vorgelegt hat.

Denn eine Finanzierung umweltpolitischer Maßnahmen über die Kunden der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sei häufig nur die vermeintlich einfachste Lösung. Vor dem Hintergrund der wachsenden infrastrukturellen Herausforderungen und ihrer Kostenfolgen dürfe dieser einfache Ausweg jedoch nicht länger Maßgabe für politische Entscheidungen sein, schreibt der VKU. So gelte es, mit dem Ziel eines verantwortungsvollen Umgangs mit Spurenstoffen das Verursacherprinzip in diesem Bereich stärker in den Fokus zu rücken. Um die Trinkwasserressourcen bestmöglich zu schützen, müssten Spurenstoffe frühzeitig vermieden oder zumindest reduziert werden. Die vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen könne nur einen Teil der Spurenstoffe zurückhalten. Wirksame Maßnahmen müssten vorher ansetzen, bekräftigt der Verband angesichts der Wahl seine Auffassung.

Wie der VKU zum Hintergrund ausführt, gelangen jedes Jahr 630.000 Tonnen Chemikalien aus Wasch- und Reinigungsmitteln von privaten Haushalten ins Abwasser, kommen 8.100 Tonnen potenziell umweltrelevanter Stoffe in Deutschland zum Einsatz, werden  117.743 Tonnen Pflanzenschutzmittel innerhalb Deutschlands abgegeben und 10.500 verschiedene Substanzen in Kosmetikprodukten und Körperpflegemitteln eingesetzt.  

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