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Elbvertiefung: Ersatzfläche für geschützte Pflanze gefunden

Elbvertiefung: Ersatzfläche für geschützte Pflanze gefunden
Bildquelle: UFZ
19.06.2017 − 

Die Hamburger Behörden haben im Bereich der Billwerder Insel eine Fläche gefunden, die im Rahmen der Elbvertiefung als Ausgleichskonzept für die Wasserpflanze Schierlings-Wasserfenchel dienen kann. Das teilten die Hamburger Wirtschafts- und Verkehrsbehörde und die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (WSV) des Bundes am Freitag vergangener Woche gemeinsam mit. Maßnahmen zum Schutz des Schierlingswasserfenchels hatte das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) in seinem Urteil zur Elbvertiefung verlangt.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte in seinem Urteil, das mittlerweile in schriftlicher Form vorliegt (Az.: BVerwG 7 A 2.15 vom 09.02.2017), die ursprünglich für den Ausgleich ausbaubedingter Verluste des Schierlings-Wasserfenchels vorgesehene, gemäß europäischem Naturschutzrecht erforderliche Kohärenzsicherungsmaßnahme „Kreetsand“ nicht anerkannt, da es sich dabei aus rechtlicher Sicht um eine Maßnahme des Gebietsmanagements handle, die ohnehin durchgeführt werden, erläutern die Behörden. Daher sei es eine wesentliche Aufgabe auf dem Weg zu einem endgültigen Baurecht, eine alternative Kohärenzmaßnahme zu planen, durch die zusätzlicher Lebensraum für den Schierlings-Wasserfenchel entsteht. Dafür kämen Bereiche in Frage, in denen Tideverhältnisse herrschen, die dem Schierlings-Wasserfenchel eine stabile und weitgehend ungestörte Entwicklung ermöglichen.

Im Gebiet Billwerder Insel sollen mehrere alte, nicht mehr in Betrieb befindliche Absetzbecken der Hamburger Wasserwerke auf einer Fläche von 14 Hektar an das Tidegeschehen angeschlossen werden. Die ehemaligen Speicherbecken würden mit Prielen, Wattflächen und Inseln so gestaltet, dass sie in Zukunft gute Lebensbedingungen für den Schierlings-Wasserfenchel bieten.

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