Themen der Printausgabe
Eine von der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission entwickelte Methodik soll die Umsetzung der Trinkwasserrichtlinie im Bereich der Überwachung von Mikroplastik im Leitungswasser in der gesamten EU unterstützen. Während inzwischen allgemein davon ausgegangen werde, dass Mikroplastik im Trinkwasser vorhanden sein kann, blieben die Zusammenhänge mit den Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit ungewiss – was zum großen Teil darauf zurückzuführen sei, dass nur unzureichende Kenntnisse über deren Vorkommen und Verteilung in unseren Wasservorräten vorhanden seien, wie das JRC Ende Mai mitteile. Die europäische Trinkwassergesetzgebung stelle in solchen Fällen rechtliche Instrumente zur Verfügung, um eine unionsweite Messung und Überwachung neuer, aufkommender Schadstoffe einzuführen.
In Nordrhein-Westfalen sind 101 von insgesamt 592 Kläranlagen für den Ausbau mit einer vierten Reinigungsstufe vorgesehen. Das sieht das Maßnahmenprogramm des dritten Bewirtschaftungsplans 2022 bis 2027 für Nordrhein-Westfalen vor, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) Ende Mai mitteilte. Bereits 22 Kläranlagen wurden den Angaben zufolge in Nordrhein-Westfalen mit einer vierten Reinigungsstufe ausgebaut, zehn Anlagen befinden sich im Bau und weitere 17 Kläranlagen in der konkreten Planung.
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