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Aus Industrie und Krankenhäusern gelangen vermehrt Seltene Erden ins Abwasser

Aus Industrie und Krankenhäusern gelangen vermehrt Seltene Erden ins Abwasser
Seltene Erden werden in ARAs nicht komplett zurückgehalten.
18.03.2021 − 

Aus der Industrie und aus Krankenhäusern gelangen vermehrt Metalle der Seltenen Erden wie Cer und Gadolinium ins Abwasser. Das haben Untersuchungen des Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag in 63 Abwasserreinigungsanlagen (ARA) in der Schweiz ergeben. Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) hätten Forschende der Eawag-Abteilungen Verfahrenstechnik sowie Wasserressourcen und Trinkwasser die Klärschlämme der 63 ARAs untersucht, teilte das Institut mit.

Zuerst habe das Forscherteam abgeschätzt, welche Mengen der Seltenen Erden aus natürlichen Quellen stammen, um zu beurteilen, welchen Anteil der Mensch hinzufügt. Dazu analysierten die Forschenden Bodenproben aus der Schweiz und berücksichtigen dabei sogenannte PAAS-Werte (post-Archaean Australian shales), welche die durchschnittliche Zusammensetzung der Seltenen Erden in der Erdkruste reflektieren.

Auf diese Weise erhielten die Forschenden die in der Schweiz natürlich vorkommende Zusammensetzung der Seltenen Erden – das Hintergrundmuster, führte die Eawag weiter aus. Zudem hätten sie zwei neue Methoden entwickelt, um aus den im Abwasser gemessenen Konzentrationen und dem natürlichen Muster auf den Anteil aus industriellen Quellen schließen zu können.

Im Ergebnis entsprechen die im Klärschlamm der meisten ARAs gefundenen Konzentrationen dem natürlichen Hintergrundmuster, berichtete das Institut weiter. In einigen wenigen ARAs jedoch, insbesondere in denen in Yverdon, Bioggio, Hofen und Thal, seien die Konzentrationen einzelner Seltener Erden deutlich erhöht. Das Forscherteam schließt daraus, dass Seltene Erden nicht großflächig eingesetzt werden, sondern aus hoch spezialisierten Anwendungen stammen.

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