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BAFU: In der Schweiz sind viele Fließgewässer biologisch in einem ungenügenden Zustand

BAFU: In der Schweiz sind viele Fließgewässer biologisch in einem ungenügenden Zustand
Ein Bach im Laubwald
30.06.2021 − 

Der Zustand der Schweizer Fließgewässer ist aus biologischer Sicht unterschiedlich gut. Wie das Schweizer Bundesamtes für Umwelt (BAFU) berichtet, gibt es besonderes im intensiv genutzten Mittelland Defizite, wo die Gewässer strukturell beeinträchtigt sind und die Durchgängigkeit für Fische vielerorts nicht gegeben ist. Aufgrund stofflicher Beeinträchtigung stehen vor allem die kleinen Gewässer durch die Landwirtschaft unter Druck; bei den mittelgroßen Gewässern beeinträchtigen Mikroverunreinigungen aus Abwasserreinigungsanlagen (ARA) die Biologie der Fließgewässer.

Eine im Auftrag des BAFU durchgeführte Auswertung aller bisher an kleinen Fließgewässern erhobenen so genannten Makrozoobenthos-Daten (kantonale Messstellen und Biodiversitätsmonitoring Schweiz) zeigt, dass viele dieser Gewässer biologisch in einem ungenügenden Zustand sind. Von den 709 Proben an 406 Untersuchungsstellen verfehlten knapp die Hälfte die Anforderungen der Gewässerschutzverordnung (GSchV).

Die größten Defizite zeigen sich in tiefen Lagen zwischen 301 und 400 Meter über Meer (m ü.M.), wo über 70 Prozent der Lebensgemeinschaften der Wasserwirbellosen auf ungenügende ökologische Verhältnisse schließen lassen. Das sei u.a. auf die Belastung durch Pestizide zurückzuführen. Insgesamt weisen ca. 50 Prozent der Makrozoobenthosproben auf eine Belastung durch Pestizide hin. Die Landnutzungsanalyse im Einzugsgebiet der untersuchten kleinen Fliessgewässer mache deutlich, dass vor allem in intensiv genutztem Siedlungs- und Landwirtschaftsgebiet erhebliche Mängel bestehen.

Differenzierte Ergebnisse bei der Oberflächengewässerqualität

Die Ergebnisse der biologischen Untersuchungen aus der Nationalen Beobachtung Oberflächengewässerqualität (NAWA) zeigen ein differenziertes Bild, so das BAFU weiter. Fast 90 Prozent der Stationen erfüllten die Qualitätsziele für den Diatomeenindex DI-CH und spiegeln so die guten Verhältnisse bezüglich der Belastung der Fliessgewässer mit Nährstoffen wieder.

Die Bewertung des Makrozoobenthos mit dem Index IBCH hingegen fallen weniger positiv aus, an knapp zwei Drittel der 88 ausgewerteten Stationen zeigt das Makrozoobenthos einen guten bis sehr guten Zustand an. Ein ähnliches Ergebnis ergab die Beurteilung der Wasserpflanzen. Hier befinden sich etwa 60 Prozent der Stationen in gutem bis sehr gutem Zustand (ohne vegetationsarme Fliessgewässer).

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