|  
International» weitere Meldungen

Baustart für Komplettumbau der ARA Basel

Baustart für Komplettumbau der ARA Basel
Bildquelle: Holinger GmbH
31.01.2019 − 

In Basel wurde auf dem Areal der ProRheno AG der erste Spatenstich für die Erweiterung und Sanierung der kommunalen Abwasserreinigungsanlage (ARA) gesetzt. Regierungsrat Christoph Brutschin aus dem Kanton Basel-Stadt und Regierungsrätin Sabine Pegoraro aus dem Kanton Basel-Landschaft führten zusammen mit dem ProRheno-Verwaltungsratspräsidenten Roger Reinauer und Betriebsleiter Alain Zaessinger den symbolischen Baustart aus, teilte der Abwasserentsorger mit. Bis 2024 soll die ARA im laufenden Betrieb komplett umgebaut werden. Die Gesamtausgaben des Vorhabens betragen 295,4 Mio. Franken (rund 260,5 Mio. Euro).

Wie berichtet, ist die heutige ARA Basel seit dem Jahr 1982 in Betrieb (EUWID 39.2018). Sie arbeitet seit einigen Jahren an der Belastungsgrenze und überschreitet immer wieder die Grenz- und Richtwerte der Gewässerschutzgesetzgebung in der Schweiz. Zudem sei sie eine der wenigen Großkläranlagen im Rheineinzugsgebiet, die noch keine Stufe zur Reduktion von Stickstoff habe, betonte die ProRheno. Damit der gesetzlich geforderte Stand der Technik wieder erreicht werden kann, müsse die ARA Basel zwingend für die Reinigung des Abwassers von Stickstoffverbindungen ausgerüstet werden.

Neue Reinigungsstufen zur Reduktion von Stickstoff und Mikroverunreinigungen

In der Schweiz müssen darüber hinaus seit 2016 Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von 80.000 Einwohnerwerten mit einer weiteren Reinigungsstufe zur Reduzierung von Mikroverunreinigungen (MV-Stufe) ausgerüstet werden, führte die ProRheno weiter aus. Für einen erfolgreichen Abbau der Mikroverunreinigungen sei die Ausrüstung der ARA mit einer Stickstoffelimination Voraussetzung. Daher sei es sinnvoll, diese beiden Erweiterungen zusammen vorzunehmen. Der Bau von Anlagen zur Reduktion von Mikroverunreinigungen werde mit Beiträgen aus den Mitteln der seit Anfang 2016 erhobenen Bundesabwasserabgabe gefördert. Die ProRheno kündigte an, einen entsprechenden Antrag an den Bund zu stellen. Das an dem Umbauprojekt beteiligte Ingenieurunternehmen Holinger GmbH erklärte, durch die neue ARA würden entlang des Rheins mehr als 20 Millionen Menschen direkt oder indirekt von einer Verbesserung der Rheinwasserqualität profitieren.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Frankreich: Regierung schließt Abkommen mit Wassersektor

Auswirkungen des Klimawandels erst in den nächsten 100 Jahren im Grundwasser nachweisbar  − vor