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Behörden in Guadeloupe einigen sich auf Notfallplan zur Lösung der Wasserkrise

Behörden in Guadeloupe einigen sich auf Notfallplan zur Lösung der Wasserkrise
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07.03.2018 − 

Im französischen Überseedépartement Guadeloupe haben sich lokale und regionale Behörden auf einen Notfallplan zur Lösung der Wasserkrise in der Region verständigt. Der Notfallplan habe ein Volumen von 71 Millionen Euro und soll die Sanierung der maroden Wassernetze in Gang bringen, teilte das französische Umweltministerium in Paris mit. Die betroffenen Kommunen sollen so bald wie möglich mit den Arbeiten beginnen, damit sich die Wasserversorgung der Bewohner Guadeloupes konkret verbessert. Die wesentlichsten Arbeiten sollen in diesem Jahr starten.

Die Ministerin für Überseegebiete, Annick Girardin, und Umweltstaatssekretär Sébastien Lecornu erklärten, die französische Regierung werde den Notfallplan in finanzieller, technischer und operativer Hinsicht unterstützen. So stelle Paris 7,7 Mio. Euro und die Hilfe eines Ingenieurteams von CEREMA (Centre d' études et d' expertise sur le risque, l' environment, la mobilité et l' aménagement) bereit. Zudem soll es eine Task Force staatlicher Dienstellen geben, um die Verfahren zur Genehmigung und Durchführung von Bauvorhaben, etwa im Vergabe- und Wasserrecht, zu beschleunigen.

Wie das Umweltministerium weiter mitteilte, haben Girardin und Lecornu den lokalen Mandatsträgern Guadeloupes vorgeschlagen, einen Fünf-Jahres-Plan zur Modernisierung der Wasserversorgung aufzustellen, um aus dem Notfallmanagement auszusteigen und die strukturellen Probleme zu lösen. Der Plan sollte eine genaue Kartierung der in den nächsten fünf Jahren durchzuführenden Arbeiten enthalten.

Zudem seien dem Präfekten zwei Arbeitsgruppen zugeteilt worden, hieß es. Diese sollen für die Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Wasserkunden und -versorgern sorgen, damit wieder korrekte und einwandfreie Wasserrechnungen erstellt werden. Die Regierung habe sich verpflichtet, eine zweite Ausschreibung für zuverlässige Wasserzähler zu starten. Darüber hinaus hätten die Arbeitsgruppen zur Aufgabe, die Beziehungen zwischen den lokalen Behörden und den Betreibern in Bezug auf die Trinkwasserkonzessionen und die Übertragung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu regeln.

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