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Bericht: Ökologische Sanierung an Schweizer Wasserkraftanlagen kommt schleppend voran

Bericht: Ökologische Sanierung an Schweizer Wasserkraftanlagen kommt schleppend voran
Bis 2030 müssen die Maßnahmen abgeschlossen sein
17.06.2020 − 

Die ökologische Sanierung an Schweizer Wasserkraftanlagen schreitet nur langsam voran. Zu diesem Ergebnis kommt der „Bericht zum Stand der ökologischen Sanierung der Wasserkraft 2018“, den das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) aktuell veröffentlicht hat. Bis Ende des Jahres 2018 seien erst ca. zwei Prozent der geplanten Maßnahmen zur Reduzierung der negativen Auswirkungen der Wasserkraft auf die Gewässer umgesetzt worden. Um die Sanierungsmaßnahmen fristgerecht umzusetzen, müssen die Anstrengungen zur ökologischen Sanierung der Wasserkraft intensiviert und hierfür die notwendigen finanziellen und personellen Mittel bereitgestellt werden, betont die Behörde.

Das Schweizer Gewässerschutzgesetz schreibt vor, dass bis 2030 bestehende Wasserkraftanlagen, die die Fischwanderung beeinträchtigen, die natürliche Geschiebedynamik stören oder künstliche Abflussschwankungen (Schwall-Sunk) im Gewässer verursachen, saniert werden. Mit der ökologischen Sanierung der Wasserkraft werde einerseits der Erhalt der Biodiversität gefördert, so das BAFU. Andererseits könne damit gewährleistet werden, dass die Stromproduktion in der Schweiz künftig nicht nur auf erneuerbaren Ressourcen beruht, sondern auch ökologisch verträglich ist.

Dem Bericht zufolge haben die Kantone bis Ende 2014 im Rahmen einer strategischen Planung die sanierungspflichtigen Anlagen identifiziert. Demnach sind schweizweit rund 1.000 Hindernisse, die die Fischwanderung beeinträchtigen, zu beseitigen. Hinzukommen 140 Wasserkraftanlagen sowie 360 andere Anlagen, wie Geschiebesammler oder Kiesentnahmen, die in den Gewässern Geschiebedefizite verursachen, heißt es in dem Bericht. Weitere 100 Wasserkraftanlagen müssten Maßnahmen zur Dämpfung von Schwall-Sunk treffen.

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