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Bis zu 220 Millionen Menschen weltweit von mit Arsen belastetem Grundwasser betroffen


Arsen-Symbolbild
28.05.2020 − 

Laut einem von der Schweizer Eawag entwickelten Risikomodell könnten weltweit bis zu 220 Millionen Menschen von mit Arsen belastetem Grundwasser betroffen sein. Wie das Wasserforschungsinstitut in einer Mitteilung berichtet, bezieht bereits heute ein Drittel der Weltbevölkerung ihr Trinkwasser sowie Wasser zur Bewässerung aus Grundwasservorräten.

Durch das weltweite Bevölkerungswachstum sowie die Wasserknappheit aufgrund des Klimawandels steige der Druck auf diese Ressource ungebremst an. Viele Brunnen seien jedoch mit natürlich vorkommendem Arsen kontaminiert. Über längere Zeit eingenommen, könne das Halbmetall zu Leber-, Nieren- und Herzschäden sowie Krebs führen.

Das Team der Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser von der Eawag um Michael Berg habe bereits in verschiedenen Studien das Ausmaß von arsenbelasteten Grundwasserleitern dargelegt: Zum einen fanden die Forschenden während Feldarbeiten in Kambodscha, Vietnam oder dem Amazonasgebiet toxische Arsenkonzentrationen im Grundwasser, heißt es. Zum anderen entwickelten sie regionale Arsen-Risikokarten für China, Pakistan und Südostasien.

Modell basiert auf einem selbstlernenden Algorithmus

Nun haben die Forschenden um den Eawag-Geophysiker Joel Podgorski ein globales Risikomodell erstellt. Dieses basiert auf einem selbstlernenden Algorithmus, der mit neuesten Daten zu Geologie, Bodeneigenschaften, Klima und rund 200.000 punktuelle Arsen-Konzentrationsmessungen gespeist wird. „Das Resultat ist die bisher genaueste und detaillierteste Risikokarte im globalen Massstab von Grundwasser-Arsenverschmutzungen“, erklärt Podgorski, der Erstautor der Studie ist. Die jetzt im Fachmagazin „Science“ erschienene Studie wurde von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) mitfinanziert.

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