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Eawag und BAFU: Schweizer Kläranlagen filtern 96 Prozent des Quecksilbers heraus

Eawag und BAFU: Schweizer Kläranlagen filtern 96 Prozent des Quecksilbers heraus
Eine Kläranlage.
14.01.2021 − 

Jedes Jahr fließen rund 130 Kilogramm Quecksilber in Schweizer Kläranlagen, die den Löwenanteil aus dem Abwasser herausfiltern. Das zeigt eine Bestandsaufnahme des Wasserforschungsinstituts Eawag und des Bundesamt für Umwelt (BAFU) von fast 30 Anlagen. Bislang gibt es laut Eawag keine repräsentativen Studien darüber, welche Mengen tatsächlich in die Kläranlagen (Abwasserreinigungsanlagen - ARA) fließen und wie effektiv diese die giftige Substanz herausfiltern.

Laut der kürzlich in der Zeitschrift „Aqua&Gas“ erschienenen Studie filtern die Schweizer Anlagen 96 Prozent des Quecksilbers heraus. D.h. pro Jahr gelangen etwa fünf von 130 Kilogramm Quecksilber in Bäche und Flüsse.

„Verglichen mit der gesamten Menge Quecksilber in Schweizer Oberflächengewässern macht der Eintrag aus Kläranlagen jedoch nur etwa 1,5 bis drei Prozent aus“, so Michael Berg, der Geochemiker an der Eawag und Mitautor der Studie ist. Das restliche Quecksilber werde aus diffusen, noch nicht eindeutig identifizierten Quellen in die Gewässer eingetragen; es werde etwa durch atmosphärischen Transport aus den Ozeanen oder Böden verfrachtet oder aus historisch belasteten Standorten oder Sedimenten ausgewaschen.

In der Schweiz gelangt relativ wenig Quecksilber in die ARA

Verglichen mit anderen Ländern gelange in der Schweiz relativ wenig Quecksilber in Abwasserreinigungsanlagen. Die Zahlen bewegten sich im ähnlichen Rahmen wie in Kanada oder England. Die höchsten Quecksilberwerte fielen in den Kläranlagen der Westschweiz an, vor allem in Regionen, in denen die Uhren- und Schmuckindustrie angesiedelt sei. Doch müsse noch genauer untersucht werden, ob das Quecksilber tatsächlich aus diesen Regionen stamme oder durch die Atmosphäre von weither transportiert wurde. Die gemessenen Konzentrationen in den Gewässern seien gesundheitlich aber unbedenklich.

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