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Eisenminerale im Boden schützen strömendes Grundwasser vor Arsenbelastung

Eisenminerale im Boden schützen strömendes Grundwasser vor Arsenbelastung
Über 100 Mio. Menschen von Arsen im Grundwasser betroffen
22.04.2021 − 

Eisenminerale im Boden schützen das Grundwasser vor einer Belastung durch Arsen. Zu diesem Ergebnis sind Geochemiker und Mineralogen der TU Berlin und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Verbundprojekt „AdvectAs“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft gekommen. Je nach Rückhaltvermögen der Eisenminerale Pyrit, Siderit, Ferrihydrit, Goethit und Magnetit werde das Arsen bei deren Auflösung in unterschiedlichen Mengen freigesetzt und anschließend wieder in neue Mineralphasen eingebaut, teilte die TU Berlin mit. Diese Transformationen seien dafür verantwortlich, dass das Arsen zurückgehalten wird, obwohl sich das Grundwasser weiter ausbreitet.

Erhöhte Arsenwerte im Grundwasser sind ein Gesundheitsproblem, von dem weltweit über 100 Millionen Menschen betroffen sind, erklärte die Hochschule. Dies treffe insbesondere auf die Deltaregionen in Südostasien zu. Zentrale Forschungsfrage des Teams der TU Berlin und des KIT war, warum die Konzentration des toxischen Elements stark schwankt und wann ein „guter“ Brunnen zu einem „schlechten“ Brunnen wird. Innerhalb von nur kurzen Distanzen könnten Brunnen sehr große Unterschiede in der Arsenkonzentration aufweisen, so die TU Berlin.

Das Verbundprojekt „AdvectAs“ wurde am Standort Van Phuc in der Nähe der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi durchgeführt, berichtete die Hochschule weiter. Die Verhältnisse an diesem Standort gälten als exemplarisch für viele arsenbelastete Regionen in Südostasien. Die Forscherinnen und Forscher um Projektleiter Prof. Thomas Neumann, der an der TU Berlin das Fachgebiet Angewandte Geochemie lehrt, konnten zeigen, dass im Bereich der Redoxfronten zwischen sauerstoffarmen und sauerstoffreichen Grundgewässern bestimmte Mineraltransformationen ablaufen, bei denen Eisenminerale eine entscheidende Rolle spielen und die auf den Rückhalt von Arsen einwirken. Altersbestimmungen der Grundwässer und Modellierungen hätten gezeigt, dass diese Fronten über Jahrzehnte ortsstabil sind.

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