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Erhebliche Defizite beim Schutz von Trinkwasserressourcen in der Schweiz

Erhebliche Defizite beim Schutz von Trinkwasserressourcen in der Schweiz
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24.01.2019 − 

In der Schweiz gibt es beim vorsorglichen Schutz der Trinkwasserressourcen erhebliche Defizite. Das geht aus einer Umfrage bei den kantonalen Gewässerschutzfachstellen hervor, berichtet das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU). Nutzungskonflikte seien weit verbreitet und stellten ein Risiko für die Sicherheit der Trinkwasserversorgung dar. Die Bedeutung von Grundwasserschutzzonen sei der Bevölkerung und der Politik noch viel zu wenig bewusst.

Die Behörde stellt klar, dass in der Schweiz die Gewässerschutzgesetzgebung den planerischen Schutz der Gewässer vorsieht. Dieser beinhalte unter anderem die Vorgabe, dass um alle Grundwasser- und Quellwasserfassungen im öffentlichen Interesse Schutzzonen ausgewiesen werden müssen. Zusätzlich würden Nutzungsbeschränkungen und Schutzmaßnahmen festgelegt, die das Grundwasser vorsorglich vor Gefährdungen schützen sollen.

Zur Umfrage erklärte das BAFU, dass die Angaben zum Stand des Vollzugs beim planerischen Grundwasserschutz auf einer Eigendeklaration der Kantone mit sehr unterschiedlicher Datengrundlage beruhen. Daher ließen sich die Zahlen nur bedingt miteinander vergleichen. Dennoch gäben die Erhebungen wesentliche Anhaltspunkte zur Situation in der Schweiz.

Rund 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung werden durch Seewasserfassungen versorgt, die keine Grundwasserschutzzonen benötigen, nennt die Behörde ein Ergebnis der Umfrage. 62 Prozent der Bevölkerung bezögen ihr Trinkwasser aus Fassungen, deren Schutzzonen bundesrechtskonform dimensioniert und rechtskräftig benannt seien. Die übrigen zwölf Prozent würden durch Trinkwasserfassungen versorgt, deren Schutzzonen unzulänglich seien.

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