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Europäisches Projekt „Euseme“ untersucht Vorkommen von Drogen im Abwasser

Europäisches Projekt „Euseme“ untersucht Vorkommen von Drogen im Abwasser
© Mulderphoto - stock.adobe.com
16.12.2019 − 

Wissenschaftler des niederländischen Forschungsinstituts KWR, des Istituto di Ricerche Farmacologiche Mario Negri in Mailand, der Universität Antwerpen und der Universität Jaume I in Castellón de la Plana wollen das Vorkommen von Drogen im Abwasser näher untersuchen. Hierzu haben sie das europäische Projekt „Euseme“ gestartet, teilte KWR mit. Das Projekt, das von KWR koordiniert wird, wird von der Europäischen Union finanziert.

Ziel sei es, die abwasserbasierte Epidemiologie (WBE) als Frühwarnsystem zur Überwachung neu auftretender Drogenprobleme in ganz Europa weiterzuentwickeln, erklärte das Institut. WBE sei ein etablierter Ansatz bei der Überwachung des Konsums bestimmter illegaler Drogen und könne zu einer wertvollen Informationsquelle über den Konsum neuer psychoaktiver Substanzen (NPS), legaler und illegaler Opioide sowie über neue Trends im Drogenkonsum (z.B. Crack, Kokain und Cannabis) werden.

Vier spezifische Themenfelder

Euseme werde sich auf vier spezifische Themen konzentrieren, hieß es weiter. So soll eine qualitative und quantitative Analyse von NPS mit Schwerpunkt auf synthetischen und verschreibungspflichtigen Opioiden erstellt werden, um das Ausmaß des NPS-Konsums näher zu bestimmen. Auch soll der Konsum von Crack-Kokain durch Messung spezifischer Biomarker im kommunalen Abwasser genauer untersucht werden. Hierfür soll eine entsprechende Methodik entwickelt werden.

Als weiteres Thema nennt KWR die Verfeinerung der WBE zur Überwachung des Cannabiskonsums. Dabei soll die Sorption verschiedener cannabisspezifischer Biomarker durch die Analyse der flüssigen Phase und der Partikel im Abwasser quantifiziert werden. Darüber hinaus befasst sich Euseme schwerpunktmäßig mit der europaweiten Überwachung des illegalen Drogenkonsums. Ziel sei es, rechtzeitig Informationen über den tatsächlichen Konsum illegaler Drogen auf europäischer Ebene zu erhalten. Der Fokus liege auf unterschiedlichen verschiedenen räumlichen Auflösungen zwischen und innerhalb von Staaten, erklärte KWR.

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