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Großes Marktpotenzial für dezentrale Kläranlagen in der Schweiz

Großes Marktpotenzial für dezentrale Kläranlagen in der Schweiz
Bildquelle: Eawag/Mariane Schneider
28.09.2018 − 

In der Schweiz gibt es kaum dezentrale Kläranlagen, obwohl sie ein großes Marktpotenzial haben. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) in einer aktuellen Studie. Nur drei Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen bislang dezentrale Abwasserreinigungsanlagen.

Die Wissenschaftler um den Geografen Sven Eggimann, der inzwischen an der Universität Oxford forscht, hätten versucht, herauszufinden, wo sich welche Art der Abwasserklärung lohnen würde, teilte die Eawag mit. Dazu benutzten sie ein Computermodell, das für jeden Schweizer Haushalt die jeweils kostengünstigste Abwasserinfrastruktur berechnet hat. Als Grundlage dienten etwa Instandhaltungskosten der Kanalisation, Überwachungs- sowie Transportkosten.

Im Ergebnis würden sich dezentrale Abwasseranlagen bei rund zehn Prozent der Schweizerinnen und Schweizer lohnen, erklärte die Eawag. „Besonders in ländlichen Regionen ist das Potenzial hoch“, sagte Ulrike Feldmann, Umweltsozialwissenschaftlerin und Mitautorin der Studie. Dort lohne sich eine dezentrale Abwasserreinigungsanlage bei gut 30 Prozent der Einwohner. Diese Ergebnisse haben die Forscher im Fachmagazin „Land Use Policy“ publiziert.

Welche Abwasserreinigungsmethode die kostengünstigere ist, hänge unter anderem mit der Bevölkerungsdichte einer Region zusammen, führte die Eawag weiter aus. Diese Erkenntnis machten sich die Forscher zu Nutze, um das Marktpotenzial dezentraler Anlagen für ganz Europa abzuschätzen. Sie kamen zu dem Schluss, dass auf dem europäischen Markt jährlich rund 100.000 Anlagen verkauft werden könnten. Das sei eine Stückzahl, die eine industrielle Herstellung erlauben würde.

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