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Klimawandel: Wenig Aufmerksamkeit für sinkende Wasserpegel in Binnenseen

Klimawandel: Wenig Aufmerksamkeit für sinkende Wasserpegel in Binnenseen
Die Folgen schrumpfender Seen werden häufig ignoriert
05.01.2021 − 

Der Klimawandel wirkt sich nicht nur auf Ozeane aus, sondern auch auf große Seen im Binnenland. Darauf weist das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen (Marum) hin. Höhere Temperaturen führen zu einem Absinken der Wasserpegel und verursachen so massive Probleme, teilte das Institut mit. Obwohl die Folgen ähnlich gravierend seien wie bei einem Anstieg der Meeresspiegel, erführen sinkende Pegel weniger Aufmerksamkeit.

Das Kaspische Meer sei als weltgrößter See ein Musterbeispiel dafür, wie sich ein Gewässer verändern kann und wird. In einem Artikel in der Nature-Zeitschrift Communications Earth & Environment gehen Matthias Prange vom Marum und seine Kollegen von der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie der Universität Utrecht und dem Naturalis Biodiversity Center Leiden in den Niederlanden auf die möglichen ökologischen, politischen und wirtschaftlichen Folgen sowie auf Lösungsansätze ein.

„Das Kaspische Meer steht repräsentativ für viele andere Seen auf der Welt. Dass laut unseren Modellen wegen des Klimawandels hier ein Binnengewässer dramatisch schrumpft, ist vielen Menschen gar nicht bewusst“, sagte Prange. Auch im Bericht des Weltklimarates (IPCC) fehlten Seen. Die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Regionen aufgrund der globalen Erwärmung blieben unbeachtet. „Wir brauchen mehr Studien und mehr Kenntnis über Folgen globaler Erwärmung in dieser Region“, forderte Prange. Ziel müsse es sein, sich der Klimawandel-Folgen für Binnengewässer bewusst zu werden, damit Anpassungsstrategien entwickelt werden können – auch für andere große Seen und Regionen, die vor ähnlichen Herausforderungen stünden.

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