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Luxemburg: Etwa die Hälfte der Oberflächengewässer in einem durchschnittlichen ökologischen Zustand

Luxemburg: Etwa die Hälfte der Oberflächengewässer in einem durchschnittlichen ökologischen Zustand
Keiner der luxemburgischen Flüsse ist derzeit
in einem guten hydromorphologischen Zustand.
28.09.2021 − 

In Luxemburg befinden sich etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Oberflächengewässer in einem durchschnittlichen ökologischen Zustand, fast ein Viertel (23 Prozent) in einem unbefriedigenden ökologischen Zustand und ein Fünftel in einem schlechten ökologischen Zustand. Diese Zahlen, die auf Daten von 2015 bis 2021 basieren, hat die luxemburgische Wasserwirtschaftsverwaltung AGE anlässlich des Weltflusstags am 26. September veröffentlicht. Der aktuelle Gewässerzustand sollte „alle wirklich beunruhigen“, teilte die AGE mit.

Derzeit sei keiner der luxemburgischen Flüsse in einem guten hydromorphologischen Zustand, während 66 Prozent in einem schlechten Zustand seien. Dies sei vor allem auf den Zustand der Auen und die ökologische Durchgängigkeit zurückzuführen, die bei fünf Prozent der Flüsse gut oder sehr gut, aber bei 66 Prozent der Flüsse schlecht sei. Auch gebe es derzeit rund 1.000 Barrieren und Dämme unterschiedlicher Art und Größe in den luxemburgischen Wasserstraßen. Ökologisch einwandfreie Flüsse spielten bei der Vermeidung und Bekämpfung von Überschwemmungen eine wichtige Rolle.

„In der Vergangenheit wurden nicht nur in Luxemburg, sondern in ganz Europa zahlreiche Flussabschnitte begradigt oder, schlimmer noch, in zementierten Betten eingeschlossen, hauptsächlich aus Gründen der Bequemlichkeit und auch in der Hoffnung, Dörfer besser vor Überschwemmungen zu schützen“, sagte AGE-Direktor Jean-Paul Lickes. „In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall: Wenn genügend Platz vorhanden ist, erbringen Flüsse die wichtigsten Ökosystemleistungen für Mensch und Natur, darunter Wasserregulierung und Hochwasserschutz, Nährstoffrecycling und Wasserfilterung, sowie Lebensraum für eine reiche und vielfältige Flora und Fauna“, betonte er.

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