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Projekt „Life + Rewatch“ soll Abwasserreinigung und Wassereffizienz in der Petrochemie verbessern

Projekt „Life + Rewatch“ soll Abwasserreinigung und Wassereffizienz in der Petrochemie verbessern
Bildquelle: Dow
26.10.2016 − 

Dow Water & Process Solutions will zusammen mit Partnern im Projekt Life + Rewatch die Abwasserreinigung und Wassereffizienz in der petrochemischen Industrie voranbringen. Im Rahmen des von der EU geförderten Vorhabens soll im Dow-Werk Tarragona in Spanien eine Pilotanlage entstehen, die im Juni 2017 einsatzbereit sein und bis Dezember 2019 in Betrieb bleiben wird, teilte der Spezialist für Wassertrennungs- und Reinigungstechnologien im schweizerischen Horgen mit. An dem Drei-Jahres-Projekt seien neben Dow auch Veolia, das Technologiezentrum von Manresa, das Niederländische Forschungsinstitut für Trinkwasser KWR Water sowie die European Water Supply and Sanitation Technology Platform beteiligt.

Die Demoanlage im Ethylen-Cracker von Dow Chemical in Tarragona werde petrochemisches Abwasser und insbesondere ölhaltiges Prozesswasser behandeln und ein neues Behandlungsprogramm für die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser testen. Es sei das erste Projekt mit dem Ziel, ein in der Petrochemie branchenweit anwendbares Verfahren für das Abwasserrecycling zu schaffen, erklärte Dow. „Petrochemisches Abwasser enthält in der Regel eine Vielzahl von Substanzen, die eine komplexe, energieintensive und teure Behandlung erfordern“, sagte Alexander Lane, Regional Commercial Director EMEA bei Dow Water & Process Solutions. Der Einsatz von Membranen bei der Behandlung dieses Abwassers könnte einen Unterschied zu herkömmlichen Technologien ausmachen. Unternehmen könnten durch das Verfahren ihre Betriebskosten senken.

Wie Dow weiter ausführte, umfasst das Behandlungsprogramm vor Ort die Wasseraufbereitung mit einer physikalisch-chemischen Vorbehandlung, einem Schwebebett-Verfahren (MBBR - Moving Bed Biofilm Reactor), Ultrafiltration (UF), Umkehrosmose (RO) und Ionenaustauschharzen (IER). Das Abwasser durchlaufe zunächst eine Vorbehandlung mit Pulveraktivkohle (PAK) unter Einsatz der Actiflo-Technologie von Veolia und werde dann einem biologischen Prozess unterzogen, um die hohe organische Belastung (MBBR) des Abwassers zu senken. Anschließend werde es durch eine UF-Phase geschickt, in der DOW IntegraFlux Fasern die Trübung und Bakterien im Abwasser verringern sollen. Diese gewährleisten einen niedrigen Energieverbrauch und minimalen Reagenzverbrauch während der Filterzyklen, hieß es.

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