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Schwedische Regierung beschließt Mikroplastik-Verbot für Kosmetikprodukte

Schwedische Regierung beschließt Mikroplastik-Verbot für Kosmetikprodukte
Bildquelle: fotohansel - Fotolia - 96293114
02.02.2018 − 

Die schwedische Regierung hat gestern ein Verbot für Mikroplastik in kosmetischen Produkten beschlossen. Ab dem 1. Juli 2018 dürfen in Schweden keine Kosmetikprodukte mehr in den Handel gebracht werden, die Kunststoffpartikel für reinigende, scheuernde und polierende Zwecke enthalten, teilte die Regierung in Stockholm mit. Vom Verbot betroffen seien zum Beispiel Zahnpasta, Gesichts- und Körperpeeling, Duschgel, Shampoo und Haarspülung.

Mit dem Verbot will die Regierung den Eintrag von Mikroplastik in Gewässer bekämpfen. Sie bezeichnete die Verunreinigung der Meere mit Kunststoffen als eines der größten globalen Umweltprobleme. Ohne Gegenmaßnahmen werde es im Jahr 2050 mehr Plastik als Fisch im Meer geben. Forscher hätten Mikroplastik in schwedischen Muscheln, Langusten, Kabeljau, Schellfisch und Garnelen entdeckt.

In abwaschbaren Kosmetika ist die Zugabe von Mikroplastik völlig überflüssig, sagte die schwedische Umweltministerin Carolina Skog. Zwar seien Kosmetikprodukte bei weitem nicht die größte Quelle für Mikroplastikverunreinigungen, aber „tief hängende Früchte“. „Das Verbot ist ein notwendiger Schritt, um Mikroplastik in unseren Gewässern zu verringern“, betonte sie.

Produkte, die ausschließlich aus natürlichen Polymeren bestehen, die nicht synthetisch hergestellt und nicht chemisch modifiziert wurden, seien vom Verbot ausgenommen, hieß es weiter. Als Beispiele für Inhaltsstoffe, die schleifende Eigenschaften hätten und umweltschonender seien, nannte die Regierung Reiskörner und Kokosnussschalen.

Vom Verbot betroffene Kosmetikprodukte, die sich vor dessen Inkrafttreten noch im Lager einer Verkaufsstelle befinden, dürfen noch bis zum 1. Januar 2019 in Verkehr gebracht werden, erklärte die Regierung. Für die Umsetzung des Verbots seien auf Hersteller- und Importseite die schwedische Chemikalienagentur und auf der Händlerseite die Kommunen zuständig.

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