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Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft verschärft Pestizid-Auflagen

Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft verschärft Pestizid-Auflagen
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21.02.2018 − 

Das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) verschärft Auflagen bei Pflanzenschutzmitteln, die ein hohes Risiko für Gewässerorganismen darstellen. Damit sollen Einträge von Pflanzenschutzmitteln in Fließgewässer reduziert werden, teilte das BLW mit. Die Maßnahmen seien Teil des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel, den der Schweizer Bundesrat im September 2017 verabschiedet hat.

Pflanzenschutzmittel könnten insbesondere durch Abdrift, Drainage und Abschwemmung in Oberflächengewässer gelangen. Letztere sei ein besonders wichtiger Eintragspfad, betonte die Behörde. Bei starken Niederschlägen würden Pflanzenschutzmittel direkt in Gewässer ausgewaschen. Um dieses Problem anzugehen, würden bei Produkten, für die die direkte Abschwemmung ein Risiko darstellt, strengere Anwendungsvorschriften im Rahmen der Zulassung der Pflanzenschutzmittel vorgeschrieben.

Das neue System sei in den „Weisungen betreffend der Maßnahmen zur Reduktion der Risiken bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ beschrieben. Sie richten sich laut BLW gezielt an risikobehaftete Pflanzenschutzmittelanwendungen auf Parzellen mit besonderem Risiko für die direkte Abschwemmung. Die aktuellen Vorschriften zur Reduktion der Abdrift würden somit ergänzt, um die Einträge in die Oberflächengewässer effizient zu reduzieren.

Die neuen Auflagen zur Reduktion der Abschwemmung betreffen Parzellen, die weniger als 100 Meter von einem Gewässer entfernt sind und eine Hangneigung von über zwei Prozent aufweisen, hieß es weiter. Der Landwirt könne aus verschiedenen Maßnahmen die geeigneten auswählen, um die geforderte Risikoreduktion zu erreichen. So lasse sich das Risiko für Gewässerorganismen stark reduzieren, ohne die landwirtschaftliche Produktion unnötig einzuschränken.

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