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Schweizer Gewässer in landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten weiter stark mit Pestiziden belastet

Schweizer Gewässer in landwirtschaftlich genutzten
Bildquelle: Schlierner - stock.adobe.com - 150129131
04.04.2019 − 

In der Schweiz sind Gewässer in landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten weiterhin stark mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Das zeigen zwei neue Studien des Wasserforschungsinstitut Eawag und des Ökotoxzentrums. Die Konzentrationen einzelner Stoffe stellen über Monate hinweg ein Risiko für chronische Schäden dar und liegen längere Zeit über Werten, ab denen für Pflanzen und Tiere im Wasser ein akut toxisches Risiko besteht, teilte die Eawag mit. Untersuchungen der Artenvielfalt in Bächen und Biotests hätten die Gefahr bestätigt, die von diesen Stoffgemischen ausgehe.

Nach Angaben des Instituts haben die Eawag und das Ökotoxzentrum von März bis Oktober 2017 Proben aus fünf kleineren Bächen mit unterschiedlichen landwirtschaftlichen Nutzungen in den Einzugsgebieten laufend auf Pflanzenschutzmittel untersucht. Unterstützt wurden sie dabei von fünf Kantonen und der Plattform Wasserqualität des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA). Die Untersuchung erfolgte im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) im Rahmen der Nationalen Beobachtung Oberflächengewässerqualität (NAWA).

Zu den Studienergebnissen erklärte die Eawag, dass pro Standort zwischen 71 und 89 Wirkstoffe gefunden wurden. Insgesamt seien es 145 Stoffe gewesen. Umweltqualitätskriterien, für jeden Stoff aus Tests abgeleitet, wurden in allen fünf Bächen überschritten. Über dreieinhalb bis sechseinhalb Monate lang, d.h. stellenweise während der ganzen Vegetationszeit, habe ein Risiko für eine chronische, schleichende Schädigung der Organismen im Bach bestanden. An 14 bis 74 Tagen war das Risiko so hoch, dass mit akuten Beeinträchtigungen der Lebensgemeinschaften gerechnet werden musste. Zu diesem Befund führten einzelne besonders problematische Stoffe, aber schließlich auch die ganze Mischung aus Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden und weiteren Mitteln, unterstrich die Eawag.

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