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SIWI: Naturnahe Lösungen zur Bewältigung von Wasserkrisen erforderlich

SIWI: Naturnahe Lösungen zur Bewältigung von Wasserkrisen erforderlich
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28.08.2018 − 

Schlechtes Wassermanagement und gestresste Ökosysteme verursachen Armut und gewalttätige Konflikte. Um eine globale Wasserkrise zu vermeiden, sind weitere naturnahe Lösungen dringend erforderlich. Das waren zentrale Themen bei der Eröffnung der Weltwasserwoche 2018 in Stockholm. Menschen sind zunehmend anfällig für Wasserknappheit, extreme Wetterbedingungen und soziale Unruhen, teilte das Stockholm International Water Institute (SIWI) mit, das die Weltwasserwoche organisiert. Das jahrzehntelange Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, die rasante Urbanisierung und der Klimawandel hätten zu gestressten Ökosystemen und zu einem hohen Druck auf die begrenzten Wasserressourcen geführt.

Als Antwort darauf müsse die Gesellschaft Lösungen finden und umsetzen, die mit und nicht gegen die Natur arbeiten, betonte das Institut. Das Motto der diesjährigen Weltwasserwoche laute „Wasser, Ökosysteme und die Entwicklung der Menschheit“. Dabei stünden unter anderem naturnahe Lösungen zur Entwicklung der Menschheit im Mittelpunkt. „Mit dem rasant wachsenden Wasserbedarf wird immer deutlicher, dass Wasser ein Thema für alle ist. Wasserknappheit ist in so vielen Teilen der Welt zur neuen Normalität geworden“, sagte SIWI-Geschäftsführer Torgny Holmgren.

Holmgren forderte eine Verlagerung hin zu mehr grünen Infrastrukturlösungen, die von Natur aus multifunktional sind. „Stadtparks halten Regen zurück, verbessern das Mikroklima, tragen zur Biodiversität bei - und sehen dabei gut aus“, machte er deutlich. Grüne Lösungen seien zudem oft wesentlich widerstandsfähiger als graue Bauten. So neige grüne Infrastruktur eher dazu, sich zu verbiegen, anstatt unter Druck zu brechen. Sie könne sich selbst reparieren und ihre Funktionsfähigkeit auch nach größeren Schäden wiederherstellen, sagte er.

Dem SIWI zufolge war 2018 ein Rekordjahr für Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen. Experten der Vereinten Nationen hätten prognostiziert, dass bis zum Jahr 2025 etwa 1,8 Milliarden Menschen von Wasserknappheit betroffen sein werden. Deshalb werde während der Weltwasserwoche auch die Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung thematisiert, erklärte das Institut.

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