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Studie: 2050 könnte jede vierte Stadt weltweit von Wasserknappheit betroffen sein

Studie: 2050 könnte jede vierte Stadt weltweit von Wasserknappheit betroffen sein
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13.03.2018 − 

2050 könnte jede vierte Stadt weltweit von Wasserknappheit betroffen sein. Das ist das Ergebnis einer Simulation, die Wissenschaftler des Center for Environmental Systems Research (CESR) an der Universität Kassel durchgeführt haben. Dadurch erhöhe sich das Risiko von Konflikten zwischen Stadt und Land, teilte die Hochschule mit. Würde man jedoch die Effizienz der Wasserversorgung um nur zehn Prozent erhöhen, könnte der Wassermangel in 80 Prozent jener Gebiete vermieden werden, die das Wasser für die Großstädte liefern.

Wie die Uni Kassel erklärte, untersuchten die Kasseler Wissenschaftler in der Studie das Zusammenspiel von Urbanisierung und Klimawandel und zeigten die Auswirkungen auf die urbane Wasserversorgung. Sie berücksichtigten dabei weiträumige Wassertransfers – vor allem von ländlichen Gebieten in Großstädte – ebenso wie den Zustand der Infrastruktur, etwa von Wasserleitungen.

Weltweit schreite die Verstädterung voran, betonte die Hochschule. 54 Prozent oder ca. 3,9 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung lebten heute in Städten. „Bis zum Jahr 2030 ist mit einer zusätzlichen Stadtbevölkerung von zwei Milliarden Menschen zu rechnen“, sagte Martina Flörke, die für die kürzlich veröffentlichte Studie in der Erstausgabe der Fachzeitschrift „Nature Sustainability“ federführend war. Oft bezögen große Städte ihr Wasser über Fernleitungen aus dem nahen, aber auch dem fernen Umland. Mit einer wachsenden Stadtbevölkerung erhöhe sich der Wasserbedarf. Aktuellen Schätzungen zufolge wird der urbane Wasserbedarf unter den zur Berechnung zugrunde gelegten Annahmen für die zukünftige Entwicklung von Stadtbevölkerung um 50 bis 250 Prozent ansteigen, so die Hochschule.

Hinzu komme, dass Mitte des Jahrhunderts die Auswirkungen des Klimawandels deutlich spürbar würden. Durch den Klimawandel werde sich das zeitliche Auftreten und die Intensität von Niederschlägen regional sehr unterschiedlich verändern. Die steigenden Temperaturen führten zusätzlich zu einer höheren Wasserverdunstung. Daher müssten Städte zukünftig mit einer veränderten Wasserverfügbarkeit für ihre steigenden Bedürfnisse rechnen, warnen die Forscher. Durch die internationale Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Naturschutzorganisation ‚The Nature Conservancy‘ (TNC) in den USA konnten Wissenschaftler des CESR an der Universität Kassel erstmalig umfassend in einer Studie für 2050 zeigen, welche Auswirkungen Urbanisierung und Klimawandel im Zusammenspiel auf die begrenzte Ressource Wasser haben und welche Herausforderungen sich daraus für das Wassermanagement ergeben.

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