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Studie: Weltweit finden sich in Flüssen überhöhte Antibiotika-Konzentrationen

Studie: Weltweit finden sich in Flüssen
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31.05.2019 − 

Die Konzentrationen von Antibiotika, die in einigen Flüssen der Welt gefunden werden, übersteigen das „sichere“ Niveau um das bis zu 300-fache. Das geht aus einer in der vergangenen Woche vorgestellten Studie der University of York in Kent hervor. Das Forschungsteam verglich die Überwachungsdaten mit den kürzlich von der AMR Industry Alliance festgelegten Richtwerten, die je nach Antibiotikum zwischen 20 bis 32.000 ng/l liegen. Das am häufigsten in den Flüssen gefundene Antibiotikum war das Antibiotikum Trimethoprim.

Die Forscher suchten den Angaben zufolge nach 14 häufig verwendeten Antibiotika in Flüssen von 72 Ländern auf sechs Kontinenten und fanden Antibiotika an 65 Prozent der überwachten Standorte. Metronidazol, das zur Behandlung von bakteriellen Infektionen einschließlich Haut- und Mundinfektionen eingesetzt wird, habe die sicheren Werte am stärksten, wobei die Konzentrationen an einem Standort in Bangladesch 300-mal höher waren. Standorte, an denen die Antibiotika die „sicheren“ Werte am stärksten überschritten, waren neben Bangladesch Kenia, Ghana, Pakistan und Nigeria, während ein Standort in Österreich als der höchste der überwachten europäischen Standorte eingestuft wurde.

Richtwerte am häufigsten in Asien und Afrika überschritten

Die Richtwerte seien der Universität York zufolge am häufigsten in Asien und Afrika überschritten worden, aber auch an Standorten in Europa, Nordamerika und Südamerika werde klar, dass es sich bei der Antibiotika-Kontamination um ein globales Problem handle. In der Themse und einem ihrer Nebenflüsse in London entdeckten die Forscher eine maximale Gesamt-Antibiotika-Konzentration von 233 Nanogramm pro Liter (ng/l), während in Bangladesch die Konzentration 170 mal höher war.

An 307 von 711 Stellen Trimethoprim nachgewiesen

Das weltweit am weitesten verbreitete Antibiotikum war der Universität zufolge Trimethoprim, das hauptsächlich zur Behandlung von Harnwegsinfektionen eingesetzt wird. An 307 der 711 getesteten Stellen sei das Mittel nachgewiesen worden. Ciproflaxacin, das zur Behandlung einer Reihe von bakteriellen Infektionen eingesetzt wird, war die Verbindung, die am häufigsten die sicheren Werte überschritt und an 51 Stellen die Sicherheitsschwelle überschritt.

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