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SVGW fordert besseren Trinkwasserschutz in der schweizerischen Raumplanung

SVGW fordert besseren Trinkwasserschutz in der schweizerischen Raumplanung
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18.06.2018 − 

Wachsende Siedlungen und andere Nutzungen erschweren zunehmend einen effektiven planerischen Schutz der Trinkwasserressourcen. Aus diesem Grund muss die Raumplanung in der Schweiz den Schutz des Trinkwassers verstärken. Das fordert André Olschewski, Leiter des Bereichs Wasser im Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW), in dem Magazin für Raumentwicklung „Inforaum“. Planer und Politiker sollten rasch nach Lösungen suchen, die situationsspezifisch und breit abgestützt sind. Sonst könne die Versorgungssicherheit in einigen Regionen nicht mehr gewährleistet werden. Gemeinden sollten sicherstellen, dass Grundwasserschutzzonen ausgewiesen werden.

In der Schweiz liegt die Verantwortung für die öffentliche Trinkwasserversorgung bei den Gemeinden, die die Vorgaben des Gewässerschutzgesetzes umsetzen müssen. Zwar sei es heute möglich, rund 70 Prozent des geförderten Grundwassers als Trinkwasser abzugeben, ohne dass es aufwändig aufbereitet werden muss, schreibt Olschewski. In vielen Siedlungen sei die Wasserqualität aber stark beeinträchtigt. Ein hohes Risiko bestehe vor allem dort, wo die Dichte an Anlagen, Bauten und Nutzungen in der Trinkwasserschutzzone und in angrenzenden Bereichen hoch ist und wo die Behebung der Nutzungskonflikte mit hohen Kosten und Eigentumsbeschränkungen verbunden wäre. Zu den Vorgaben des Gewässerschutzgesetzes gehöre, dass Grundwasser als wichtigste Ressource für Trinkwasser präventiv vor Verunreinigungen geschützt wird, unterstreicht Olschewski.

Die Kantone und Gemeinden sollten es als eine laufende strategische Aufgabe ansehen, die Trinkwasserversorgung langfristig sicherzustellen, rät der SVGW. Dazu gehöre, dafür zu sorgen, dass die nötigen Investitionen möglich sind und die Bevölkerung über diese Aufgabe informiert wird. Die Trinkwasserversorgung sollte regional geplant werden, lautet eine weitere Empfehlung des Verbands. Wo es sinnvoll ist, sollten Verbundlösungen angestrebt werden.

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