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SVGW lehnt pauschale Entschädigungen für gesetzeskonforme Waldbewirtschaftung ab

SVGW lehnt pauschale Entschädigungen für
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18.11.2019 − 

Die Schweizer Waldwirtschaft sollte von der Wasserwirtschaft keine pauschalen Entschädigungszahlungen für schutzzonenbedingte Nutzungseinschränkungen erhalten. Diese Ansicht vertritt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) in einem aktuellen Positionspapier. Es bestehe keine Notwendigkeit, gesetzeskonformes Wirtschaften der Waldwirtschaft zu entschädigen, schreibt der Verband. Gleichwohl sei es wichtig und sinnvoll, dass Trinkwasserversorger nicht nur mit den Waldeigentümern, sondern mit allen Schutzzonenbewirtschaftern in engem und regelmäßigem partnerschaftlichem Austausch stehen.

Ein wichtiger Nutzen des Waldes bestehe zweifelsohne in der Filtrationswirkung des Regenwassers, die – sofern keine nachteilige Nutzung des Waldes vorliegt – eine positive Auswirkung auf die Qualität des Grundwassers habe, stellt der SVGW fest. Dabei stelle sich die Frage, ob Waldeigentümer ein Recht auf Entschädigung für diese positive Leistung haben. Es sei jedoch klar, dass pauschale Entschädigungen dem gesetzlich verankerten Verursacherprinzip widersprechen.

Eine gewisse Einschränkung in der Nutzung des Waldes erfährt der Waldgrundeigentümer bereits durch die Waldgesetzgebung, macht der SVGW deutlich. Waldgrundeigentümer seien gemäß Bundesgesetz über den Wald (WaG) gehalten, den Wald so zu bewirtschaften, dass er seine Funktionen dauernd und uneingeschränkt erfüllen kann. Weitere gesetzliche Einschränkungen ergäben sich aus dem Gewässerschutzgesetz (GSchG) und der dazu gehörenden Verordnung. Dort sei etwa eine Sorgfaltspflicht verankert mit dem Ziel, nachteilige Einwirkungen auf die Gewässer zu vermeiden. Zudem gelten Nutzungsbeschränkungen in den Grundwasserschutzarealen und Grundwasserschutzzonen.

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