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Umweltverschmutzung bedroht Viktoriasee als Trinkwasser- und Nahrungsmittelquelle

Umweltverschmutzung bedroht Viktoriasee
Bildquelle: Haider - sock.adobe.com
02.05.2018 − 

Sechsundsiebzig Prozent der Süßwasserarten, die im Lake Victoria Basin endemisch sind, sind unter anderem durch industrielle und landwirtschaftliche Verschmutzung vom Aussterben bedroht, wie ein neuer Bericht zeigt. Dazu zählen Arten, die für die lokale Lebensgrundlage wichtig sind, heißt es in dem Report „Freshwater biodiversity in the Lake Victoria Basin", den die Naturschutzorganisation International Union for Conservation of Nature (IUCN) im schweizerischen Gland am Montag vorgestellt hat.

Der Bericht bewertet das globale Aussterberisiko von 651 Süßwasserarten, darunter Fische, Weichtiere, Libellen, Krebse, Garnelen und Wasserpflanzen, die im ostafrikanischen Victoria-See beheimatet sind, und stellt fest, dass 20 Prozent davon vom Aussterben bedroht sind. Von den untersuchten Süßwasserarten sind 204 endemisch im Lake Victoria Basin und drei Viertel – 76 Prozent - dieser endemischen Arten sind vom Aussterben bedroht. 

Die Süßwasserarten sind laut IUCN wichtige Nahrungs-, Medizin- und Baumaterialquellen für Millionen von Menschen, die im Becken leben, und stellen Ressourcen für Gemeinden bereit, die keinen Zugang zu Marktgütern haben oder sich diese nicht leisten können. Der afrikanische Lungenfisch (Protopterus aethiopicus) beispielsweise gehe im Viktoria-See-Becken zurück, was vor allem auf Überfischung, schlechte Fischereipraktiken und Umweltzerstörung durch die Umwandlung von Feuchtgebieten in landwirtschaftliche Flächen zurückzuführen sei.

Immense natürliche Ressourcen

Der Viktoriasee ist flächenmäßig der zweitgrößte Süßwassersee der Welt. Sein Einzugsgebiet umfasst Teile von Kenia, Tansania, Uganda, Burundi und Ruanda. Das Victoria-Becken beherbergt immense natürliche Ressourcen wie Fischerei, Wälder, Feuchtgebiete und Weideflächen, die dazu beitragen, die lokale Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und sauberem Wasser zu versorgen und ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Die Verschmutzung durch industrielle und landwirtschaftliche Quellen, die Übernutzung von Ressourcen und die Rodung von Land gehören der IUCN zufolge zu den größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt in dieser Region.

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