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Vatikan will Wasser als Menschenrecht wieder in Gang bringen

Vatikan will Wasser als Menschenrecht wieder in Gang bringen
Bildquelle: Brot für die Welt
26.07.2017 − 

Der Vatikan arbeitet an einem Dokument über den Zugang zu Trinkwasser als Menschenrecht, das der UNO dabei helfen soll, die stockende Umsetzung einer entsprechenden Resolution wieder in Gang zu bringen. Das sagte Erzbischof Ivan Jurkovic, der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf und bei der Welthandelsorganisation, am Dienstag, wie Radio Vatikan berichtete. Nach den Zahlen, die die UNO über den verhinderten Zugang zu Wasser gibt, sterben fast 1.000 Kinder pro Tag sterben an Krankheiten, die mit verschmutztem Wasser zu tun haben, sagte Jurkovic laut Radio Vatikan.

1,8 Milliarden Menschen konsumierten verschmutztes Wasser. Das Ziel, das sich die internationale Gemeinschaft gesetzt habe, sei es, diesen Trend zu bremsen und umzukehren. Jeder Staat ist dazu gerufen, mit auch rechtlichen Instrumenten die Resolution umzusetzen, welche die UNO-Generalversammlung 2010 billigte, erklärte der Vatikandiplomat den Angaben zufolge. Die Resolution von 2010 bezeichnet das Recht auf Trinkwasser und auf Hygiene (EUWID 31.2010) als Menschenrecht, das grundlegend ist für den Genuss aller anderen Menschenrechte, allen voran das Menschenrecht auf Leben.

„Die Resolution, und das ist wichtig, anerkennt dieses Recht auf Wasser als bereits existent, also so, als wäre es bereits in den vorherigen von der UNO erarbeiteten Rechten enthalten. Allerdings: 70 Mitgliedsstaaten haben die Resolution nicht gewählt“, sagte Jurkovic. Seither gebe es keine nennenswerten Fortschritte in der Anerkennung und der Festschreibung des Menschenrechts auf Wasser in den internationalen Texten.

Um die Sache zu beschleunigen, habe der Heilige Stuhl beschlossen, nach der Sommerpause den Vereinten Nationen ein Dokument vorzustellen, das die Frage nach dem Zugang zu Wasser breit ausleuchte. Die Publikation nehme die wichtigsten möglichen Folgen des Marktes in den Blick, der mit dem Zugang zu Wasser zu tun habe. Besondere Aufmerksamkeit widme er den Problemen, die mit der Kommerzialisierung von Wasser zu tun haben. Das Dokument aus dem Vatikan werde auch auf Möglichkeiten technischer Kooperationen eingehen, die Erfahrung katholischer NGOs reflektieren und das Thema Umweltmigration beleuchten, einer Migration also, die mit Klimaänderung und mangelndem Zugang zu Wasser einhergehe.

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