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Weltwasserforum: Aufruf zu mehr Einsatzbereitschaft bei Wasserkrise

Weltwasserforum: Aufruf zu mehr  Einsatzbereitschaft bei Wasserkrise
Bildquelle: Brot für die Welt
26.03.2018 − 

Alle Länder müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um die Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasser und sanitären Einrichtungen zu bewältigen. Das fordert die Ministererklärung, die zum Ende des 8. Weltwasserforums Ende März in Brasilia angenommen worden ist. Die Staaten sollten jeweils bestimmte Maßnahmen festlegen, die als vorrangig zu betrachten seien, heißt es in dem Dokument mit dem Titel „Dringender Aufruf zu entschlossenen Maßnahmen zum Wasser“, das der Weltwasserrat (WWC) veröffentlicht hat. Das Dokument sei das Ergebnis von Gesprächen zwischen Ministern und Delegationsleitern aus mehr als 100 Ländern.

Das vom WWC vorgelegte Dokument weist auch darauf hin, dass die Partnerschaften, die während des 8. Forums gebildet worden seien, für die Umsetzung der Erklärung wesentlich seien.

Die Hilfsorganisation Brot für die Welt wies demgegenüber mit Blick auf das Weltwasserforum auf ihre Sicht des Zusammenhangs zwischen Wasserversorgung und Landwirtschaft hin.70 Prozent der weltweiten Wasserentnahmen gingen auf das Konto der Landwirtschaft, so die Hilfsorganisation. Um die steigende Weltmarktnachfrage nach Soja für die Fleischindustrie, Zuckerrohr für Biosprit, Baumwolle und Kaffee zu stillen, würden die Erträge auf der Südhalbkugel mittels ganzjähriger Bewässerung und intensivem Düngemittel- und Pestizid-Einsatz noch weiter gesteigert.

„Heute tragen die Länder der Nordhalbkugel vor allem über den Agrarimport und die Ausweitung der intensiven Bewässerungslandwirtschaft erheblich zur Verschwendung und Aufzehrung wertvoller Süßwasserressourcen bei", sagte Andrea Müller-Frank, Referentin für das Recht auf Nahrung bei Brot für die Welt. Das müsse sich ändern, gerade in sensiblen Regionen mit Wasserstress, wo mehr Wasser entnommen werde, als sich erneuere. „Der Zugang zu Wasser muss international gerechter geregelt werden, um die lokale Versorgung mit Trinkwasser und damit die Ernährung langfristig zu sichern“, so Müller-Frank.

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