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WWC: Finanzierung von sicherem Wasser muss politische Priorität eingeräumt werden

WWC: Finanzierung von sicherem Wasser muss politische Priorität eingeräumt werden
Bildquelle: WWC
07.11.2017 − 

Der Finanzierung für die Anpassung der Wasserinfrastruktur sollte weltweit eine Vorrangstellung eingeräumt werden, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen. Das hat der Weltwasserrat (WWC) anlässlich der UN-Klimakonferenz der Vertragsparteien  (COP 23), die derzeit in Bonn stattfindet, gefordert. Die Investitionen in die Wasserinfrastruktur müssten sich auf jährlich 255 Milliarden Euro verdreifachen.

Der Weltwasserrat sieht einen Bedarf von 100 Milliarden Euro pro Jahr für eine angemessene neue Wasserinfrastruktur und mindestens weitere 155 Milliarden Euro für die Erneuerung und Verbesserung der Ausrüstung zur Anpassung an den Klimawandel und zur Eindämmung der globalen Erwärmung, bekräftigte der WWC seine Auffassung (EUWID 41.2017). Der WWC kündigte an, dass in Kürze eine zweite Ausgabe des „Water and Climate Blue Book“ mit Fortschrittsberichten und Empfehlungen, unter anderem zur Finanzierung der Wasserinfrastruktur, vorgestellt werde. Im Rahmen des Weltwasserrats solle ein kontinuierlicher Dialog zwischen den Wasser- und Klimagemeinschaften sowie staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren für ein besseres Wassermanagement und eine bessere Infrastrukturfinanzierung gefördert werden, sagte Dogan Altinbilek, Vizepräsident des Weltwasserrats.

Der Wassersektor, der entscheidend für die öffentliche Gesundheit und die wirtschaftliche Entwicklung sei, steht nach Darstellung des WWC vor großen Herausforderungen, um ausreichende Mittel zur Deckung des Investitionsbedarfs zu beschaffen. Den UN zufolge berichteten 80 Prozent der Länder darüber, dass die Erfüllung der nationalen Trinkwasser- und Sanitärziele unzureichend finanziert werde. Weltweit würden die Gesamtkosten, die mangelnde Wassersicherheit zur Folge habe, für die Weltwirtschaft auf jährlich 500 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Zugang zu Finanzierung sei ein entscheidender Schritt bei der Erfüllung des UN-Nachhaltigkeitsziels 6 (SDG6), um die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen für alle Menschen sicherzustellen. Die Finanzierungslücke sei als eines der größten Hindernisse dabei identifiziert worden, das Ziel zu erreichen.

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