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Zeitweise trockene Flüsse haben bedeutenden Einfluss auf CO2-Umsätze

Zeitweise trockene Flüsse haben bedeutenden Einfluss auf CO2-Umsätze
Bildquelle: Schlierner - stock.adobe.com - 150129131
06.06.2018 − 

Zeitweise wasserführende Flüsse müssen in der Diskussion um globale CO2-Emissionen stärker berücksichtigt werden. Das macht eine Studie der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) und der Universität Zürich deutlich. Die Forscher hätten anhand von mathematischen Modellen gezeigt, dass die CO2-Umsätze aus Flussnetzwerken zwischen 7 und 152 Prozent höher ausfallen, wenn auch zeitweise trockene Abschnitte miteinbezogen werden, teilte die Eawag mit. Eine einzige Flutung könne bis zu 10 Prozent dieses Anstiegs ausmachen.

Bei den biologischen Prozessen in Flüssen und Bächen werde CO2 unter anderem beim Abbau von pflanzlichem Detritus freigesetzt, erklärte die Eawag. Globale Kohlenstoffbilanzen berücksichtigten bislang nur Flüsse, die ständig Wasser führen. Doch rund die Hälfte der weltweiten Flussnetze bestehe aus Gerinnen, die nur periodisch geflutet werden. Ihre CO2-Umsätze hätten 94 Forschungsinstitute aus der ganzen Welt, unter ihnen die Eawag und die Universität Zürich, erstmals unter die Lupe genommen. 

In trockenen Flussbetten sammeln sich Laub, Äste und andere pflanzlichen Reststoffe aus dem Umland an – je nach Klima, Vegetation und Dauer der Trockenperiode in unterschiedlicher Menge und Zusammensetzung, führte die Eawag weiter aus. Fließe das Wasser wieder, werden Mikroorganismen aktiv und bauen das organische Material ab. In der Studie wurde analysiert, wie viel Biomasse in welcher Zusammensetzung in Trockenperioden in Flussbetten abgelagert wird. Im Labor wurde untersucht, wie schnell sich die darin enthaltenen Blätter zersetzen, wenn sie wieder benetzt werden. Die Mikroben seien bereits in den ersten 24 Stunden aktiv geworden, so dass die CO2-Emissionen stark anstiegen, teilte die Eawag weiter mit.

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