Im Hafen der belgischen Stadt Gent entsteht eine neue Klärschlammmonoverbrennungsanlage. Ende Februar sei der symbolische Startschuss für die bereits seit vier Monaten laufenden Bauarbeiten gefallen, berichtete der belgische Entsorger Indaver. Die Anlage entstehe für den flämischen Abwasserentsorger Aquafin und werde vom Konsortium Foster, bestehend aus Indaver und dem Baukonzern Besix, errichtet. Foster sei für die Planung, den Bau, die Finanzierung, den Betrieb und die Wartung der Anlage bis 2046 zuständig. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf rund 200 Mio. Euro. Im Jahr 2027 soll die Anlage fertig sein.
Aquafin ist seit 1990 für die überkommunale Infrastruktur und Behandlung häuslicher Abwässer in Flandern verantwortlich. In dem niederländischsprachigen Landesteil fallen jährlich etwa 350.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm mit durchschnittlich 27 Prozent Trockenrückstand an. Das entspricht etwa 95.000 Tonnen Trockensubstanz. Im französischsprachigen Landesteil Wallonien liegt das jährliche Klärschlammaufkommen aus kommunalen Kläranlagen bei etwa 52.000 Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse. Diese Menge wurde nach Angaben der Regionalregierung im Jahr 2020 zu 69 Prozent bodenbezogen verwertet und zu 31 Prozent verbrannt. Flandern setzt demgegenüber auf die vollständige Verbrennung von Klärschlamm.
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