Wissenschaftler der Technischen Universität Nanyang (NTU) in Singapur haben eine solarbetriebene Methode zur Gewinnung von grünem Wasserstoff und einzelligen Proteinen für Tierfutter aus Klärschlamm entwickelt. Es handle sich um ein dreistufiges Verfahren, das mechanische, chemische und biologische Techniken integriere, teilte die NTU mit. Ihre Studie haben die Forscher in der Fachzeitschrift „Nature Water“ vorgestellt.
Praxistests hätten gezeigt, dass das Verfahren effizienter sei als herkömmliche Techniken wie die anaerobe Vergärung. Mit ihm würden deutlich mehr Ressourcen zurückgewonnen und Schwermetallverunreinigungen vollständig entfernt. Zudem habe es einen geringeren ökologischen Fußabdruck und biete eine bessere wirtschaftliche Machbarkeit.
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden bis 2050 rund 2,5 Mrd. Menschen mehr in Städten leben, erklärte die Hochschule. Mit dem Wachstum der Städte und der Industrie steige auch das Aufkommen an Klärschlamm, dessen Verarbeitung und Entsorgung aufgrund seiner komplexen Struktur, Zusammensetzung und Verunreinigungen schwierig sei.
Das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen, UN-Habitat, habe errechnet, dass weltweit jedes Jahr mehr als 100 Mio. Tonnen Klärschlamm anfallen. Diese Menge nehme jährlich zu, so die Hochschule. Die gängigen Entsorgungsmethoden, wie etwa die Verbrennung oder die Deponierung, seien jedoch zeitaufwändig, energieineffizient und trügen zur Umweltverschmutzung bei.
Lesen Sie hier mehr über das neue Verfahren von NTU...




