Der österreichische Energieversorger Wien Energie hat am Standort Simmeringer Haide eine Klärschlamm-Trocknungsanlage in Betrieb genommen. Das sei ein wichtiger erster Schritt zur künftigen Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm, teilte das zu den Wiener Stadtwerken gehörende Unternehmen mit. In die neue Anlage sei ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag investiert worden.
Die Anlage befinde sich in direkter Nachbarschaft zur Wiener Kläranlage, die von der ebswien, einer 100-prozentigen Tochter von Wien Kanal, betrieben wird. Von dort stamme der Klärschlamm, der in Simmering thermisch verwertet wird.
Wie berichtet, dürfen Klärschlämme aus österreichischen Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von 20.000 Einwohnerwerten von 2033 an nicht mehr bodenbezogen verwertet werden. Stattdessen müssen sie in die Verbrennung gehen. Zudem muss aus den Verbrennungsaschen Phosphor zurückgewonnen werden. Das sieht die neue österreichische Abfallverbrennungsverordnung vor, die am 1. Januar 2025 in Kraft tritt.
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