Abwassererschließung in Orlamünde schreitet voran

Die Abwassererschließung der Thüringer Oberstadt Orlamünde kommt weiter voran. Mit der Inbetriebnahme des fünften von insgesamt sechs Bauabschnitten wurde ein weiterer Teil der Anbindung an die zentrale Kläranlage Kahla abgeschlossen. Das Vorhaben wurde mit 394.000 Euro aus dem Abwasserpakt des Landesumweltministeriums gefördert. Wie dieses mitteilte, wurden im Rahmen der Maßnahme ein Regenentlastungsbauwerk zur Entlastung des Kanalsystems und der Kläranlage bei Starkregen sowie ein neues Abwasserpumpwerk errichtet. Über eine neue Druckleitung wird das Abwasser künftig zur Kläranlage Kahla transportiert. Ergänzend entstand ein neuer Mischwasserkanal mit Hausanschlüssen für rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner, der an bereits umgesetzte Bauabschnitte anschließt.

Das Projekt ist Teil der Modernisierung der Abwasserinfrastruktur im ländlichen Raum und soll zur Verringerung von Gewässerbelastungen beitragen. Beteiligt waren neben dem Zweckverband zur Wasserver- und Abwasserentsorgung der Gemeinden „Thüringer Holzland“ die Stadt Orlamünde, der Saale-Holzland-Kreis und die TEN Thüringer Energienetze.

Der Thüringer Abwasserpakt wurde 2018 zwischen dem Land und den kommunalen Spitzenverbänden geschlossen. Ziel ist es, den Anschlussgrad an zentrale Kläranlagen bis 2030 auf mehr als 90 Prozent zu erhöhen. Seit 2018 wurden nach Angaben des Ministeriums rund 227 Mio. Euro für die öffentliche Abwasserbeseitigung bereitgestellt, berichtet das Umweltministerium. Im Jahr 2026 sollen mehr als 70 Fördermaßnahmen mit Gesamtinvestitionen von rund 110 Mio. Euro umgesetzt werden. Das Land beteiligt sich daran mit rund 54 Mio. Euro.

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