Angesichts der wiederkehrenden Überschwemmungen, Dürren, Verschmutzungen und anderer wasserbedingter Bedrohungen fordern die Regionen und Städte der EU die Europäische Kommission auf, Wasser zu einer strategischen Priorität für ihr bevorstehendes Mandat 2024 bis 2029 zu machen und einen EU-Kommissar zu ernennen, der für das Wasserportfolio zuständig ist. Sie warnen davor, dass die anhaltende und weit verbreitete Misswirtschaft der Wasserressourcen und die Verschlechterung des Klimawandels die Wasserverfügbarkeit für Trinkwasser, Abwasserentsorgung und Landwirtschaft beeinträchtigen und die Ernährungssicherheit, die Energieerzeugung und die Industrie der EU gefährden.
Das erklärte der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) anlässlich der Verabschiedung zweier Stellungnahmen auf der Plenartagung am 20. Juni. Der AdR fordert die nächste Europäische Kommission auf, eine ehrgeizige europäische Wasserstrategie vorzulegen, die den Wasserkreislauf wiederherstellt und wasserbezogene Ziele in alle europäischen sektoralen Politikbereiche integriert, wobei der Schwerpunkt auf der Verwaltung von Wasser auf mehreren Ebenen und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit insbesondere in Flusseinzugsgebieten liegt. Der zuständige EU-Kommissar sollte die sektorübergreifende Strategie überwachen, die auch subnationalen Regierungen und wasserbezogenen Akteuren mehr finanzielle Unterstützung bieten sollte, wobei die Koordinierung der EU-Mittel und anderer Finanzierungsinstrumente verbessert werden sollte....




