Die Stadt Bad Münstereifel plant, ein Hochwasserfrühwarnsystem einzurichten. Wie die Stadt mitteilte, habe der Stadtrat beschlossen, die Basis-Elemente dafür zu beschaffen. Ein Vertreter der Okeanos Smart Data Solutions GmbH habe das System in der Ratssitzung vorgestellt.
Derzeit könne die Stadtverwaltung im Stadtgebiet lediglich auf herkömmliche Wetterdaten sowie vier digitale Messstellen des Erftverbands und zwei Messstellen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) zurückgreifen. Die meisten dieser Messstellen seien allerdings erst im unteren Verlauf der Bäche angebracht und daher für ein entsprechendes Frühwarnsystem nur bedingt brauchbar. Wenn kritische Wetterlagen angekündigt sind, werden die Messleisten in den Oberläufen der Bäche von Mitarbeitenden der Stadtwerke durch zeitintensive Sichtkontrollen vor Ort erfasst.
Das Frühwarnsystem basiert den Angaben zufolge auf einer selbst lernenden Softwareplattform, die die gesammelten Daten auswertet und entsprechende Warnungen ausspielt. Die Warnstufen können vom Nutzer, d.h. der Stadtverwaltung, individuell festgelegt werden. Der Rat habe nun beschlossen, mit der Anschaffung von bis zu 13 Wasserstandsmesseinrichtungen und der Softwareplattform die Basis für das Frühwarnsystem zu legen. Auf dieser Grundlage soll das System später sukzessive durch weitere Messeinrichtungen und die Erfassung weitergehender Daten ausgebaut werden. Die Anschaffungskosten liegen bei rund 1.000 Euro pro Sensor und 10.000 Euro für die softwarebasierte Plattform. Die Betriebskosten betragen jährlich etwa 70 Euro pro Sensor und 2.000 Euro als Basis für die Erstellung des Systems.




